SuSE will Microsoft Marktanteile abjagen
SuSE Linux will die Behauptung, Linux sei nur etwas für Server-Systeme, als Vorurteil entlarven und Marktführer Microsoft mit einer neuen speziellen Desktop-Version Marktanteile bei den Betriebssystemen abjagen.
"Jeder, der einen Desktop-Computer benutzt, ist ein potenzieller Kunde für SuSE Linux", sagte Holger Dyroff, General Manager der US-Niederlassung von SuSE, auf der Comdex in Las Vegas. Gleichzeitig räumte der SuSE-Manager ein, sein Unternehmen habe nicht die Computeranwender im Visier, die die überwiegende Zeit am PC mit Microsoft-Office-Produkten verbringen.
Nutzung von MS Office
Der SuSE-Linux-Office-Desktop wendet sich vor allem an Benutzer
ohne Linux-Erfahrung. Das Paket kombiniert SuSE Linux 8.1 mit dem
Partitions-Tool Arconis OS Selector und dem Codeweavers CrossOver
Office 1.2 für den Einsatz von Microsoft-Office-Anwendungen wie
Word, Excel und Power Point.
SuSE startet Desktop-OffensiveFür 129 Euro ab Jänner 2003
Linux konnte bisher nur bei Servern signifikante Marktanteile erreichen, im Desktop-Bereich kam das freie Betriebssystem trotz verschiedener Initiativen nicht über einen Nischenanteil hinaus.
SuSE hofft nun, dass die Kritik von Microsoft-Kunden an dem neuen Lizenzmodell des Softwaregiganten dazu führt, dass PC-Nutzer Linux als Alternative zu Windows wahrnehmen.
Ob die Rechnung für den deutschen Linux-Distributor aufgeht, muss sich zeigen. Auch die in den USA führende Linux-Distro Red Hat sowie Microsoft-Konkurrent Sun Microsystems haben bereits ähnliche Initiativen angekündigt.
SuSE Linux Office Desktop soll im Jänner 2003 für 129 Euro erscheinen.
