18.11.2002

SPIEL & KRITIK

Bildquelle: Nintendo

Jump'n'Run auf [fast] allen Konsolen

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft schickt jede der drei Next-Gen-Konsolen einen Jump'n'Run-Helden ins Rennen um Sympathiewerte [und gute Verkaufszahlen].

Für den GameCube startet der italienische Installateur in "Super Mario Sunshine", für die Playstation 2 gehen "Ratchet & Clank" an den Start, und die Xbox lässt die Katze "Blinx" los.

Bereits auf der E3 [Spielemesse in den USA] wurden alle drei Spiele als potenzielle Kassenschlager gehandelt. Im direkten Vergleich zeigt sich Mario kunterbunt und hüpfreudig wie eh und je, Ratchet und Clank als unterhaltsame und fesselnde Weltraumodyssee und Blinx als Katze mit Zeitfunktion, aber niedrigen Sympathiewerten..

Installateur Mario will hoch hinaus

Die Ikone des Jump'n'Run-Genres Mario und Prinzessin Peach wollen auf der Isla Delfino Urlaub machen. Doch ein Unhold, der Mario zum Verwechseln ähnlich sieht, färbt die Insel mit Schleim ein, und Mario muss die Insel nun säubern.

Dazu erhält er den multifunktionellen "Dreckweg 08/17", der mittels Wasser die Spuren beseitigt, aber auch als Fluggerät dient. Der Dreckweg und die zahlreichen Moves sind zudem sehr hilfreich, da sich Mario auch als Hochseilakrobat beweisen muss. Die Steuerung ist passend und angebracht.

Die weitläufige Welt ist knallig bunt und täuscht somit manchmal über die nicht ganz so perfekten Texturen hinweg, der Großteil der Grafik ist dennoch Futter fürs Auge. Die Kamera ist mitunter eher hinderlich, trotz eigener Steuerung über den C-Stick verschwindet Mario immer wieder unauffindbar hinter den Gebäuden.

Weltraumabteuer mit Witz

Von den Machern von "Spyro" kommt "Ratchet & Clank", die gemeinsamen Wurzeln sind dem Spiel durchaus anzumerken. So wie der kleine Drache auf der PS One müssen auch Weltraumheld Ratchet und der Roboter Clank durch die Welten laufen und sammeln dabei Schrauben und Muttern durch Anziehungskraft.

Die gesammelten Kleinteile können gegen neue Waffen und Munition eingetauscht werden [auch das ist übernommen]. Ratchet und Clank borgt sich noch weitere Spieleelemente aus Naughty-Dog-Spielen wie "Crash Bandicoot" und "Jak and Dexter" aus, die damals spielfreudig waren und es auch heute noch sind.

Obwohl die Sony-Konsole die älteste ist, ist die Grafik ohne Tadel. Mit 60 fps [Frames per Second] läuft das Spiel ohne Ruckeln, obwohl auf dem Schirm ständig Bewegung herrscht. Die Welten sind weitläufig und ansprechend, der Ton kommt in Dolby Pro Logic II und bietet die passende Soundkulisse.

Die Katze auf dem Blechdach

Der Microsoft-Konsole fehlt noch ein Maskottchen, ob Blinx ein Titelanwärter ist, wird sich zeigen. Die katzenartige Figur muss sich in ihrem ersten Abenteuer auf der Xbox gegen Zeitdiebe wehren.

Dazu muss der Spieler in zehn Minuten Blinx durch die Welten steuern und dabei Monster erledigen, aber auch Kristalle aufsammeln. Die Kristalle verschaffen Zeitvorteile, je nach Kombination gibt es Zurückspulen, Anhalten oder auch Verlangsamen. Da die Kristalle verstreut sind, ist es nicht immer einfach, zeitgerecht alle passenden aufzusammeln.

Die Monster kann Blinx mit vorher eingesaugtem Mist [Kühlschränke oder Blumentöpfe] abschießen. Die Kamera ist manchmal allerdings zu aktiv, sodass auch hier mitunter der rechte Einblick verwehrt bleibt und die Monster schneller sind. Mit optischen Reizen wird trotzdem nicht gegeizt, Schneefall und Lichteffekte sind ausreichend vorhanden.