T-Mobile USA mit hohem Quartalsverlust
Der sechstgrößte US-Mobilfunkkonzern T-Mobile USA hat im dritten Quartal 2002 bei massiven Abschreibungen einen hohen Verlust verzeichnet.
Den Umsatz konnte er aber bei einem Rekordanstieg der Kundenzahl um mehr als die Hälfte steigern. "Wir wollen im US-Mobilfunkmarkt nicht die Nummer Sechs bleiben", sagte der T-Mobile- und neue Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke.
Hohe Abschreibungen
Die T-Mobile International AG, die Mobilfunktochter der Deutsche
Telekom AG, teilte am Donnerstag mit, der Netto-Verlust ihres
US-Geschäfts sei im dritten Quartal auf 12,4 Milliarden von 633,4
Millionen USD im Vorjahr gestiegen. Sonderbelastungen von zwölf
Milliarden Dollar für Abschreibung auf den Firmenwert und
Mobilfunklizenzen seien wesentlich für den Verlust verantwortlich.
Viel Wind um keine Reform bei T-Mobile USAOffen für Partner
Die ehemals als VoiceStream Wireless bekannte T-Mobile USA konnte den Angaben zufolge im Berichtszeitraum den Umsatz, ohne Berücksichtigung der Umsätze der übernommenen Powertel, auf 1,3 Milliarden von 870,8 Millionen USD ein Jahr zuvor steigern. Einschließlich Powertel habe der Umsatz 1,51 Milliarden erreicht. Im Quartal zum Ende September stieg die Kundenzahl um 869.000 auf mittlerweile 8,9 Millionen.
Der zum neuen Vorstandschef der Deutschen Telekom berufene bisherige Mobilfunk-Chef Ricke ist nach eigenen Angaben offen für Partner bei T-Mobile USA. Er will allerdings einer Fusion mit einem Konkurrenten erst dann zustimmen, wenn die 2001 für rund 39 Milliarden Euro erworbene Tochter einen Marktwert von 16 Milliarden Euro einbringt.
