14.11.2002

PRÄMIEN

Bildquelle: PhotoDisc

Satte Nachzahlung für MS-Freelancer

Microsoft muss fast 12.000 jetzigen und ehemaligen Leiharbeitern und Freelancern Prämien nachzahlen, die nur Festangestellten vorbehalten waren. Ein entsprechender Vergleich vom Mai wurde jetzt vom obersten Gerichtshof der USA bestätigt.

Bei dem Rechtsstreit geht es inklusive Prozesskosten um eine Summe von rund 97 Millionen USD.

Gleiche Pflichten, weniger Rechte

Über Leiharbeit und Scheinselbstständigkeit drücken auch in Österreich viele Unternehmen die Gehälter und schaffen Beschäftigungsverhältnisse ohne Kündigungsfristen und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Der Fall hatte zu Beginn der neunziger Jahre international für Aufsehen gesorgt, weil es dahin in der US-IT-Industrie kaum gewerkschaftliche Aktivitäten gegeben hatte.

Die Leiharbeiter arbeiteten zwar mit den gleichen Pflichten wie ein Angestellter bei MS, hatten jedoch im Gegensatz zu Festangestellten kein Anrecht auf Aktienoptionen und andere Sonderzahlungen des Konzerns.

Verträge werden erst nach Pause wieder verlängert

Um ähnlichen Klagen in Zukunft zu entgehen, verlängert MS befristete Verträge nicht mehr direkt zum Ende der Laufzeit. Wer beispielsweise ein Jahr im Unternehmen arbeitet, kann jetzt erst wieder nach 100 Tagen Pause auf neue Aufträge hoffen.