13.11.2002

AUFWÄRTS

Bildquelle: Siemens

Siemens schreibt schwarze Zahlen

Der Siemens-Konzern hat im Schlussquartal 2001/02 trotz hoher Sonderbelastungen einen knappen Gewinn erzielt.

Zu den Aussichten für das seit Oktober laufende Geschäftsjahr äußerte sich der drittgrößte deutsche Industriekonzern allerdings zurückhaltend.

Siemens bezifferte am Mittwoch in München den Quartalsgewinn nach Steuern mit 53 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte der Konzern wegen hoher Sonderaufwendungen noch einen Verlust von 1,1 Milliarden Euro verbucht.

ICN-Sparte verringert Verlust

Darin enthalten sind allerdings 1,428 Milliarden Euro an Kosten für Restrukturierungen und Sonderabschreibungen. Allein 378 Millionen Euro verbuchte Siemens als Firmenwert-Abschreibung für den US-Zukauf Efficient Networks.

Damit sei der Wert dieses zur Netzwerksparte ICN gehörenden Unternehmens ganz abgeschrieben, sagte ein Firmensprecher ergänzend. Die Dividende soll wie im Vorjahr einen Euro je Aktie betragen.

Die krisengeschüttelte Netzwerksparte ICN verringerte ihren

Verlust im Geschäftsjahr auf 691 [861] Millionen Euro. Der Mobilfunk-Bereich ICM schloss nach Vorjahresverlusten von 307 Millionen Euro mit einem Gewinn von 96 Millionen Euro ab.

Kein konkreter Ertragsausblick

Einen konkreten Ertragsausblick für das neue Geschäftsjahr gab Siemens nicht. Konzernchef Heinrich von Pierer erklärte bloß, 2003 werde ein "Jahr der Herausforderungen".

"Es wird weiterhin schwierig bleiben", so von Pierer weiter. Neben sinkenden Aufträgen durch die weltweite Hightech-Flaute wird Siemens stark durch höhere Aufwendungen für den Pensionsfonds belastet.