13.11.2002

WAHL 2002

Bildquelle: ORF.at

Das IT-Programm der KPÖ

Die futureZone hat allen Parteien, die sich am 24. November in ganz Österreich der Wahl stellen, einen Fragenkatalog gestellt.

Die Antworten [sofern sie vorliegen] werden bis Ende der Woche publiziert, wobei die Reihenfolge der Beiträge sich nach dem Eintreffen der Antworten richtet.

Neben ausgewählten Aussagen werden die - teilweise recht ausführlichen - Antworten auch im Volltext dokumentiert.

Freier Netzzugang und Open Source

Der Kommunistischen Partei Österreichs [KPÖ] ist besonders der freie Zugang zu Informationen ein Anliegen.

Die KPÖ befürchtet generell eine Kommerzialisierung des Netzangebotes. "Wir treten dafür ein, dass die bestehende Kluft zwischen 'Info-Rich' und 'Info-Poor', zwischen Industrie- und Entwicklungsländern verringert bzw. geschlossen wird". Die KPÖ fordert weiters einen freien und unentgeltlichen Zugang zu möglichst allen Informationen des öffentlichen Sektors ein - eine Benutzungsgebühr für diese Systeme lehnt die Partei ab.

Die KPÖ fordert weiters den verstärkten Einsatz freier Software. "Ein erster wichtiger Schritt dafür wäre, dass im öffentlichen Bereich ausschließlich freie Software verwendet wird und daß man hier

besonderes Augenmerk auf offene Standards legt".

Negativ ist die KPÖ gegenüber Patent- und Copyrightgesetzen eingestellt. "Information, ein Gut, das ohne Kosten beliebig zum Wohle aller vervielfältigt werden kann, wird durch Gesetzte künstlich rar gemacht, um es im Kapitalismus als Ware handeln zu können".

Telekoms und Monopole

Die Privatisierung der Telekoms sieht die KPÖ gemischt: "Kurzfristig kann diese Politik zwar auch für KonsumentInnen Vorteile bringen, doch langfristig wird die Entwicklung zur Schaffung großer privater Monopole führen, womit die KundInnen die VerliererInnen sein werden".