Canon-Kopierer können Feuer fangen

Obacht
12.09.2006

Canon will weltweit 1,87 Mio. Fotokopierer überprüfen. Wegen einer fehlerhaften Verkabelung können die Geräte Feuer fangen. Das Problem ist bereits seit 1992 bekannt.

Betroffen sind elf Canon-Modelle, die zwischen 1987 und 1997 produziert und weltweit verkauft wurden.

In Europa sind laut Hersteller 690.000, in den USA 820.000, in Japan 140.000 Geräte potentiell brandgefährlich, die restlichen 220.000 verteilen sich auf verschiedene Regionen.

Allerdings geht der Hersteller davon aus, dass die meisten Geräte nicht mehr in Gebrauch sind.

Fehlerhafte Verkabelung

Ein Problem bei der Strom-Verkabelung kann laut Canon zur Überhitzung der Maschine und in weiterer Folge zu Rauchentwicklung und Feuer führen.

Bisher seien drei Vorfälle bekannt geworden, der erste 1992, der letzte im Juli dieses Jahres, gab Canon bekannt.

Welche Modelle betroffen sind, ist bisher nicht bekannt. Eine Anfrage bei Canon läuft bereits.

Canon wird die Geräte kostenlos inspizieren und reparieren und erwartet, dafür rund 1,7 Mio. US-Dollar auszugeben.

Millionen Notebooks in Gefahr

Canon ist der jüngste Fall in einer Reihe von Rückrufen von feuergefährlichen IT-Komponenten.

Zuletzt rief Panasonic 6.000 Notebook-Akkus wegen Überhitzungsgefahr zurück.

Die größten Brocken haben allerdings Dell und Apple zu schlucken, in Summe tauschen die beiden Hersteller über sechs Millionen Notebook-Akkus wegen Brandgefahr aus.

Die Akkus von Apple und Dell wurden von Sony hergestellt.

(Reuters | AP)