12.11.2002

WAHL 2002

Bildquelle: orf on

Das IT-Programm der Grünen

Die futureZone hat allen Parteien, die sich am 24. November in ganz Österreich der Wahl stellen, einen Fragenkatalog gestellt.

Die Antworten [sofern sie vorliegen] werden bis Ende der Woche publiziert, wobei die Reihenfolge der Beiträge sich nach dem Eintreffen der Antworten richtet.

Neben ausgewählten Aussagen werden die - teilweise recht ausführlichen - Antworten auch im Volltext dokumentiert.

Open Source und Strahlenschutz

Bei den Antworten der Grünen fallen zunächst zwei Punkte besonders ins Auge: Die erwünschte Forcierung von Open-Source-Software und der "Schutz vor nichtionisierender Strahlung".

"Zugänge zu schaffen" heißt für die Grünen "auch, dass die Weiterentwicklung von Software nicht nur auf MonopolistInnen beschränkt ist. Open Source schafft allen Interessierten die Möglichkeit, an der Weiterentwicklung moderner Kommunikationsmittel mitzuarbeiten. Durch konkrete Open-Source-Anwendung im öffentlichen Bereich könnte hier ein wesentlicher Impuls geleistet werden."

Datenschutz

Im Bereich der Cyber-Freiheiten stellen die Grünen in den letzten Jahren zunächst "massive Rückschritte - sowohl auf europäischer wie auch auf österreichischer Ebene" fest.

Dabei wird nach Ansicht der Partei "die Unsicherheit der Politik, mit dem noch immer relativ neuen Feld der elektronischen Kommunikationsmittel umzugehen, missbraucht".

Die "Grundhaltung" der Partei in diesem Bereich wird folgendermaßen beschrieben: "Privatkommunikation ist Privatsache." Konkret steht dabei "die Reform des Telekommunikationsgesetzes im Mittelpunkt". Hier ist die Partei "dezitiert gegen die Speicherung von Verbindungsdaten über das zur Rechnungslegung nötige Ausmaß hinaus".

"Prekäre IT-Arbeitsverhältnisse"

Zur Situation am Arbeitsmarkt in der IT-Wirtschaft stellen die Grünen zunächst fest, dass der Bereich "vor dem wirtschaftlichen Einbruch durch zahlreiche prekäre Arbeitsverhältnisse gekennzeichnet war".

Besonders betroffen von Beschäftigungslosigkeit sind demnach "Menschen, die Kurzzeitausbildungen von drei bis sechs Monaten zu so genannten 'IT-ExpertInnen' absolviert haben".

Die Partei meint daher, "dass das soziale Sicherungssystem und das Aus- / Weiterbildungsangebot vor diesem Hintergrund evaluiert und teilweise adaptiert werden muss".

Konkret soll "eine 'leistbare' Absicherung gegen Arbeitslosigkeit auch für freie DienstnehmerInnen und selbstständig Tätige" entwickelt werden.