12.11.2002

SONERA@NORGE

Bildquelle: ORF

Gescheiterter UMTS-Plan wird teuer

Das gescheiterte norwegische UMTS-Abenteuer könnte für die finnische Sonera nachträglich noch beträchtliche Kosten verursachen. Von den Masseverwaltern der norwegischen UMTS-Tochter wurde nun eine Forderung von rund 45 Millionen Euro gerichtlich geltend gemacht.

Der finnische Telekom-Konzern Sonera hatte zusammen mit Enitel das norwegische Joint-Venture Broadband Mobile gegründet. Sonera und Enitel hatten je 50 Prozent der Aktien gehalten.

Das Tochterunternehmen hatte für 100 Millionen norwegische Kronen [etwa 13,7 Millionen Euro zum aktuellen Kurs] zuzüglich einer jährlich zu entrichtenden Gebühr eine von vier norwegischen UTMS-Lizenzen erworben. Diese Lizenz war vergangenes Jahr wieder zurückgegeben und das Unternehmen in Konkurs geschickt worden.

Sonera hat drei Wochen

Dies war der endgültige Beweis für das Scheitern des Joint-Venture-Unternehmens gewesen. Die getätigten Investitionen mussten abgeschrieben werden.

Doch nun könnte es nachträglich noch teurer werden. Der Masseverwalter von Mobile verlangt nun von den Anteilseignern, Sonera und Enitel, 45 Millionen. Wenn die Unternehmen nicht zahlen, sollen der CEO samt Vorstand von Broadband Mobile zur Kasse gebeten werden.

Der Anspruch wird auf die Verpflichtung der Eigentümer gestützt, "adäquate finanzielle Mittel" für das Investment zur Verfügung zu stellen ¿ eine Verpflichtung, die beim Antrag auf die UMTS-Lizenz eingegangen worden war.

Sonera hat mitgeteilt, innerhalb der gesetzten Frist von drei Wochen auf das Schriftstück des norwegischen Gerichtes antworten zu wollen.