DNS-Server an geheimen Ort verlegt
Der US-Registrar VeriSign hat einen der zwei Domain-Name-Service-Root-Server unter seiner Verwaltung umgesiedelt.
Der so genannte J-Server wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch an einen geheimen Platz im US-Bundesstaat Virginia verlegt. Gleichzeitig erhielt der Server auch eine neue Internet-Adresse.
VeriSign verwaltet neben dem J-Server auch den A-Server für die ICANN. Insgesamt existieren 13 DNS-Server, die das zentrale Adressenregister des Internets darstellen.
Erst vor zwei Wochen fand ein großer "Distributed Denial of Service" [DDoS]-Angriff auf die 13 Root-Server des Domain-Name-Systems [DNS] statt.
Angriff auf Grundstruktur des InternetsSicherheitsgründe
Die Verlegung des J-Servers erfolgte laut VeriSign aus Sicherheitsgründen.
Bisher befand sich der DNS-Server in demselben Gebäude wie der ebenfalls von VeriSign betriebene A-Server. Beide Computer waren über dasselbe Subnetz des Unternehmens mit dem Internet verbunden.
Nach Angaben von US-Medien hat dieser Umzug allerdings nichts mit den Denial-of-Service-Angriffen vom vergangenen Monat zu tun.
Stattdessen wurde die Aktion bereits seit August vorbereitet, um die allgemeine Sicherheit der Infrastruktur zu erhöhen. Es ist die erste Verlegung eines Backbone-Servers seit über fünf Jahren.
