Phonoverbände in DE gegen Privatkopie
Die Phonoverbände haben in einem Gespräch mit dem deutschen Staatssekretär Matthias Berninger von Bundesverbraucherministerium unterstrichen, dass sie ein Recht des Verbrauchers auf eine private Kopie von CDs ablehnen.
"Die Forderung der Phonoverbände habe sich in politischen Kreisen durchgesetzt", fasst Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, am Freitag in Hamburg befriedigt zusammen. "Das neue Urheberrechtsgesetz muss nun so schnell wie möglich beschlossen werden, um angemessene Rahmenbedingungen für die Musikwirtschaft zu sichern."
Privatkopien noch legal
Privatkopien sind nach Auskunft der Verwertungsgesellschaft VG
Wort derzeit juristisch jedoch völlig legal. Für die Reprographie
sieht die EU-Urheberrechtsrichtlinie ¿ die demnächst in deutsches
Recht umgesetzt werden muss ¿ sogar eine Priorität des Rechts auf
private Vervielfältigung gegenüber technischen Maßnahmen,
insbesondere Kopiersperren, vor.
Neue Debatte um UrheberrechteKeine Umgehung des Kopierschutzes
Noch sind viele Kopier-Blockaden auf den Original-CDs der Plattenhersteller für "Schwarz"-Brenner zu umgehen. Nach dem Wunsch der Phono-Anbieter soll auch das schon bald ein Ende haben: Per Gesetz will man 2003 Einrichtungen verbieten lassen, die die Umgehung des Kopierschutzes möglich machen.
Zwischen Bundesverbraucherministerium und Phonoverbänden bestand Übereinstimmung darüber, dass kopiergeschützte CDs von außen als solche erkennbar sein müssen.
Widerwillige Kennzeichnung von Kopierschutz
Eine entsprechende gesetzliche Regelung ist aus Sicht der
Phonoverbände überflüssig, schade aber auch nicht, sofern ihr Umfang
für Tonträgerhersteller zumutbar sei. "Hier besteht noch
Klärungsbedarf am Regierungsentwurf", stellte Gerd Gebhardt fest.
Recht auf Privatkopie bekräftigt
