Cisco-Prognose dämpft Optimismus
Der trübe Ausblick des Netzwerkausrüsters Cisco Systems hat an den US-Börsen am Donnerstag erneut Zweifel am jüngsten Konjunkturoptimismus aufkommen lassen und die Kurse deutlich ins Minus gedrückt.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor zum Handelsschluss 2,10 Prozent auf rund 8.587 Punkte, der technologielastige NASDAQ-Index gab rund drei Prozent auf 1.377 Zähler nach. Auch der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 2,3 Prozent auf rund 903 Punkte.
"Die Cisco-Nachrichten waren das Letzte, was die Leute hören wollten", sagte Tim Heekin von der Investmentbank Thomas Weisel Partners in San Francisco. Analysten sagten, der Markt verdaue noch die Zinssenkung der US-Notenbank vom Vortag.
Richtungsweisende Indikatoren
Cisco hatte am Vorabend zwar einen Netto-Quartalsgewinn über den
Analystenerwartungen ausgewiesen, aber zugleich angekündigt, im
laufenden Vierteljahr könne der Umsatz um bis zu vier Prozent
sinken. Cisco-Aktien verloren am Donnerstag 4,71 Prozent auf 12,35
USD und waren Umsatzspitzenreiter an der NASDAQ. Die Zahlen und
Prognosen von Cisco gelten als richtungweisende Indikatoren für die
Lage der gesamten Technologiebranche.
Cisco überrascht [vorerst] positivTech-Aktien fallen
Der schwache Cisco-Ausblick zog auch andere Technologieaktien nach unten. Die Titel des Software-Konzerns Microsoft gaben 1,65 Prozent auf 56,09 USD ab, die IBM-Aktien 3,18 Prozent auf 78,95 USD.
Die Kursverluste der Titel des Chipherstellers Advanced Micro Devices [AMD] belasteten nach Händlerangaben andere Chipwerte. AMD-Aktien büßten 5,7 Prozent auf 6,82 USD ein. Der Hauptkonkurrent des Mikroprozessor-Produzenten Intel hatte mitgeteilt, im vierten Quartal dieses Jahres seien Sonderbelastungen über mehrere Hundert Millionen USD zu erwarten. Im kommenden Jahr wolle das Unternehmen die Ausgaben um mehr als 350 Millionen senken und die Investitionen auf etwa 650 von 750 bis 800 Millionen USD in diesem Jahr reduzieren.
Intel-Aktien rutschten knapp vier Prozent auf 18,44 USD ab, die Titel von Texas Instruments rund neun Prozent auf 14,96 USD.
