Strichcode der Rubbellose geknackt
In Taiwan ist es einigen Glücksspielern gelungen, den Code für Rubbellose zu knacken.
Sie hätten den Strichcode auf der Rückseite der Lose entziffert und so Geldbeträge bis zu 1.000 taiwanesische Dollar [rund 30 Euro] gewonnen, erklärte der Vizepräsident der Taipeibank, Richard Yang. Die Lose werden für 100 taiwanesische Dollar verkauft, der Höchstgewinn liegt bei einer Million Dollar.
Die Behörden vermuten, dass ein Computerexperte den Code knackte und andere Personen einweihte. Inzwischen werden 8,3 Millionen Lose wieder eingezogen, die Rückrufaktion kostet die Bank rund acht Millionen taiwanesische Dollar.
Keine rechtlichen Folgen
Nach Angaben von Vizedirektor Yang wird die Bank voraussichtlich
keine juristischen Schritte einleiten. Die Spieler hätten nicht
gegen Gesetze verstoßen, und die Gewinnsummen seien nicht hoch
gewesen. Man werde den Code in Zukunft öfter wechseln.
TaipeibankAT-Lose werden erst in Filiale "scharf gemacht"
In Österreich ist eine solche Vorgehensweise fast unmöglich. "Um unseren Strichcode zu entschlüsseln, benötigt man ein bestimmtes Modul. Und das liegt einem komplizierten mathematischen Algorithmus zu Grunde", sagte Gerlinde Wohlauf, Sprecherin der Österreichischen Lotterien.
Das eine Modul ist der Terminal einer Annahmestelle, das zweite ist die Zentrale bei den Lotterien. "Den Terminal zu manipulieren ist schwer. Ab einer gewissen Anzahl an Zugriffen wird dieser bei der Zentrale gesperrt. Das ist so, wie wenn man beim Bankomat mehrmals den falschen Code eingibt", so Wohlauf.
Auch der Diebstahl von einem Päckchen Lose rentiert sich nicht. "Die Lose werden erst dann scharf gemacht, wenn das Päckchen in der Annahmestelle geöffnet und der angebrachte Strichcode eingescannt wird", sagte die Sprecherin. Nur diese Lose werden als solche erkannt.
