DT: Breitband gegen Arbeitsplätze
Die Deutsche Telekom [DT] will bis 2012 in ganz Deutschland Breitband anbieten. Der Umstieg auf IP-Technologie könnte Arbeitsplätze kosten.
"Das ist ein Versprechen", so DT-Chef Kai-Uwe Ricke über die Ausbaupläne des Konzerns zum "Spiegel".
Möglich werde die flächendeckende Bereitstellung durch die Umstellung des alten Telefonnetzes der T-Com auf ein Internet-basiertes Netz. Ricke will diese Umstellung dem Bericht zufolge im Zuge eines milliardenschweren Sparpakets vorziehen.
IP-Technologie "spart" Arbeitsplätze
Im Zuge der Umstellung könnte es auch zu einem massiven Abbau von Arbeitsplätzen bei der DT kommen.
Es sei richtig, dass die IP-Technologie mit deutlich weniger Arbeitskräften auskomme als die bisherigen Netze: "Solchen betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten werden wir uns angesichts des verschärften Wettbewerbs nicht verschließen können", so Ricke.
Den Ausbau des schnellen VDSL-Netzes will Ricke immer noch stoppen, sollte das Netz nicht wie verlangt aus der Regulierung ausgenommen werden.
Zwar will die DT auch der Konkurrenz Zugang gewähren - aber zu eigenen Konditionen. Das will aber wiederum die EU nicht. Für den Fall, dass die DT sich nicht durchsetzen kann, droht Ricke: "Wir stoppen die Investitionen und bauen die dort aus, wo Spitzentechnologie willkommen ist".
DT soll an die Spitze
Bis 2010 soll die neue Strategie die DT zu Europas ertragsreichstem Telekomunternehmen machen. Unter anderem soll der IT-Aufwand um eine Milliarde Euro gesenkt werden. Zugleich sollen der Vertrieb optimiert und das Marketing-Budget reduziert werden.
Die DT will sich bis Ende 2008 von 32.000 Beschäftigten trennen, hauptsächlich in der Festnetzsparte. Zuletzt hatte die DT weltweit rund 250.000 Beschäftigte, davon etwa 170.000 in Deutschland.
(dpa | Reuters)
