BT weist höheren Gewinn aus
Die führende britische Telekom-Gruppe BT hat für das abgelaufene zweite Geschäftsquartal einen Anstieg des Vorsteuergewinns bekannt gegeben. Zugleich distanzierte sich das Unternehmen von seinem Drei-Jahres-Ziel, wonach der Umsatz jährlich um sechs bis acht Prozent zulegen soll.
Im abgelaufenen Geschäftsquartal sei der Umsatz um zwei Prozent auf 4,661 Milliarden Pfund [rund 7,26 Milliarden Euro] gestiegen, teilte BT mit.
Damit lagen die Erlöse am unteren Ende der Prognosen von Analysten, die mit 4,65 Milliarden bis 4,7 Milliarden Pfund gerechnet hatten.
Der Vorsteuergewinn wuchs nach BT-Angaben in den drei Monaten bis September um 55 Prozent auf 496 Millionen Pfund, das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 1,478 Milliarden Pfund. Analysten hatten beim EBITDA zwischen 1,35 Milliarden und 1,43 Milliarden Pfund erwartet.
Analysten sehen Telcos nahe der TalsohleAusblick
"Obwohl das Drei-Jahres-Umsatzziel in der aktuellen Marktsituation wahrscheinlich nicht erreicht werden kann, erwarten wir für die zweite Jahreshälfte ein Wachstum im Rahmen der aktuellen Marktprognosen", sagte BT-Chef Ben Verwaayen.
Vor einigen Monaten hatte er das Ziel für das Umsatzwachstum für drei Jahre auf jährlich sechs bis acht Prozent festgelegt, wobei auf dem Markt kaum jemand mit einem Erreichen gerechnet hatte. "Im Nachhinein war es vielleicht nicht geschickt, es an die erste Stelle unserer Ziele zu stellen", sagte Verwaayen jetzt.
Der Kurs der BT-Aktien stieg am Donnerstagvormittag in einem freundlichen Gesamtmarkt um 3,59 Prozent auf 194,43 Pence. Analysten maßen dem Umsatz nur eine geringe Bedeutung bei und verwiesen auf höhere Margen, gesunkene Zinszahlungen und Kosteneinsparungen des Telekomkonzerns.
