Frequenzen für Chinas 3G-Standard
Siemens hat mit der Frequenzvergabe der chinesischen Behörden für den gemeinsam mit dem lokalen Partner CATT/Datang entwickelten Mobilfunkstandard der dritten Generation [3G] TD-SCDMA nach eigener Einschätzung einen "Meilenstein" erreicht.
Neben TD-SCDMA - das auf der GSM-Technik aufbaut - sei nach Angaben einer Siemens-Sprecherin auch für den europäischen Standard WCDMA und das amerikanische CDMA 2000 eine Frequenz vergeben worden.
USA und Australien mit CDMA 2000
CDMA 2000 ist in den USA bereits als flächendeckendes
Mobilfunknetz der dritten Generation installiert. Es arbeitet auf
den bestehenden Frequenzen der zweiten Generation, ist jedoch
wesentlich langsamer als der geplante UMTS-Mobilfunk in Europa. Auch
die größte australische Telefongesellschaft Telstra hat sich für die
Einführung des US-Standards CDMA 2000 entschieden.
Absage aus Australien an EuropaLizenz-Vergabe im Frühjahr 2003
Die Festlegung der Frequenzen sei aus Sicht von Siemens "ein deutlicher Beweis dafür, dass TD-SCDMA im 3G-Markt Chinas eine wesentliche Rolle spielen wird", sagte Lothar Pauly von der Siemens-Mobilfunksparte ICM.
Mit einer Vergabe der 3G-Lizenzen rechnet Siemens aber erst nach Einsetzung der neuen chinesischen Regierung im kommenden Frühjahr.
Investieren in Milliardenmarkt China
Siemens hat bislang mehrere hundert Millionen USD in TD-SCDMA
investiert. Im laufenden Geschäftsjahr sollen weitere 50 Mio. USD
folgen. Ein Testnetzwerk, das ICM seit 2001 zusammen mit CATT/Datang
in Peking betreibt, laufe "reibungslos", hieß es.
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