Reger Handel mit Ost-Mobilfunkern
Weiter in Bewegung ist der osteuropäische Mobilfunkermarkt. Das russische Telekom-Unternehmen Mobile Telesystems [MTS] hat innerhalb einer Woche bereits das dritte Mobilfunkunternehmen übernommen.
Dabei hat die Deutsche Telekom ihre 16,2 Prozent an der Ukrainian Mobile Communications [UMC] für 55 Millionen Euro, die zum Schuldenabbau benötigt werden, an MTS verkauft. Die Genehmigung durch die MTS-Aktionäre und die ukrainischen Behörden ist noch ausständig.
Die Mehrheit bei den MTS-Aktionären steht aber nicht in Frage, da die Deutsche Telekom selbst etwa 40 Prozent der Aktien hält.
Differierende Angaben
Während die Deutsche Telekom angibt, 40,1 Prozent von MTS zu
eignen, spricht die Website von MTS von lediglich 37,03 Prozent.
MTS-Stock-InfoPortfolio wächst um vier weitere Lizenzen
Auch die UMC-Anteile von KPN [16,3 Prozent] und Ukrtelecom [25 Prozent] hat MTS übernommen, für die restlichen 42,3 sollen Optionsverträge abgeschlossen worden sein.
Am 31. Oktober hatte MTS bereits den Kauf zweier russischer Mobilfunkfirmen mitgeteilt. Von der in der Region um Rostov [etwa 4,4 Mio. Einwohner] tätigen Dontelecom wurde das noch ausständige Drittel zu einem Kaufpreis von 7,5 Millionen USD übernommen.
Die gleich vollständig gekaufte Bit LLC hat derweil noch gar keine Kunden, hält aber vier russische GSM-Lizenzen. Damit verfügt MTS nun bereits über 56 russische GSM-Lizenzen und könnte rund 73 Prozent der Einwohner mit Mobilfunkdiensten versorgen, verfügt also alleine in Russland über ein Kundenpotenzial von deutlich über 100 Millionen Kunden.
