Nokia greift den Gameboy an
Nokia will einen Hybriden aus mobiler Spielkonsole und Handy in sein Angebot aufnehmen und damit Nintendos "Gameboy" Konkurrenz machen.
Anfang 2003 soll das Gerät namens "N-Gage" auf den Markt kommen, die Spiele dafür sollen in Kooperation mit Sega produziert werden.
Allerdings hat Nokia noch keinen Preis und noch keinen genauen Termin für den geplanten Markteintritt genannt.
Die Spiele sollen via Memory-Card kommen, dazu soll "N-Gage" via Bluetooth Multiplayer-Games ermöglichen. Das "N-Gage" basiert auf der Nokia-60-Plattform und verfügt über ein eigenes Symbian-Betriebssystem.
Gestern vorgestellt: Sechs neue Handys von NokiaContent statt Hardware
Da Nokia auch Software für die Spielkonsole anbieten will, sehen Analysten in dem Schritt einen Schwenk in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens.
Ein Branchenbeobachter meinte dem "Wall Street Journal Europe" zufolge, Nokia könne dem Beispiel von anderen Herstellern folgen, die Hardware preiswert zu veräußern und den Hauptgewinn mit Software zu erzielen.
Die Ausweitung der Geschäftsfelder sei als klarer Indikator dafür zu werten, dass das traditionelle Geschäftssegment von Nokia, die Handy-Branche, stagniere.
Konsolidierung der Handy-BrancheLogischer Schritt
Für Nokia ist die Ausweitung seines Programms in den Spielebereich eine logische Entwicklung:
"Das war abzusehen", kommentierte Nokia-Sprecher Keith Nowak: "Snake kam 1997 [aufs Handy], dann konnte man Spiele auf das Mobiltelefon herunterladen, danach sogar Zusatzlevel. Das ist Teil einer Evolution."
Mit einem Zubehörteil lassen sich Nokia-Mobiltelefone schon jetzt in eine mobile Spielekonsole verwandeln. Der "Gamer"-Adapter wird einfach an Stelle des Gehäuserückteils aufgesetzt und erweitert das Handy um bis zu 99 Spiele. Die Spiele lehnen sich allesamt an Originalversionen bekannter Games wie der Super-Mario-Reihe oder Klassikern wie Tetris an.
Vorne Handy, hinten "Gameboy"
