TA will kostenpflichtigen Content ausbauen
Die Telekom Austria will auf ihrem "Portal" "Aon.at" konsequent ihr Content-Angebot in Richtung kostenpflichtige Internet-Services ausbauen.
"Unser Ziel ist es, im gesamten Content-Bereich die Nummer eins in Österreich zu sein", erklärte Helmut Leopold, Leiter Produkt- und Technologiemanagement der TA, am Montag.
Neben dem E-Commerce-Bereich launcht das Unternehmen dazu teilweise kostenpflichtige Zusatzservices wie seinen "AonVideochat" und das Musikangebot "AonTop40".
Aon.at"Zeit der Visionäre vorbei"
Die TA will allerdings nicht selbst als Content-Produzent auftreten, sondern konzentriert sich auf die Entwicklung ihres "Portales" und der technischen Zusatzservices:
"Wir sehen uns als Drehscheibe zwischen Content-Anbietern und Community. Wir haben die Infrastruktur, um Content zu organisieren und zu verteilen", ergänzte Paul Strasser, Leiter des Media/Internet-Bereichs der TA. "Die Zeit der Visionäre im Internet ist vorbei. Wenn ich ein sicheres Service haben will, muss ich dafür zahlen."
Seiner Meinung nach werden sich die kostenlosen Internet-Inhalte nicht länger halten können. Stattdessen sieht er eine wachsende Akzeptanz von kostenpflichtigen Content-Angeboten unter den Internet-Usern.
Gewinn schon 2003 erhofft
Es fehlen allerdings noch die einheitlichen Standards für die Umsetzung von profitablen Internet-Projekten in Österreich. Daher liegt der Online-Handel in Österreich noch weiter hinter den Vergleichszahlen aus Deutschland zurück. Trotzdem geht Strasser davon aus, dass die Portal-Aktivitäten der TA im kommenden Jahr die Gewinnschwelle erreichen werden.
