Funktastatur schreibt für Nachbarn
Ein Vorfall in Norwegen zeigt, dass sich Signale von Funktastaturen weiter als geplant ausbreiten können.
Der Norweger Per Erik Helle hatte sich über das seltsame Verhalten seines Rechners gewundert und es seiner Funktastatur zugeschrieben. Als er seine Textverarbeitung öffnete, entstanden wie durch Geisterhand Wörter und Sätze.
Wie dem Geschriebenen zu entnehmen war, wurde der Text von seinem 150 Meter entfernten Nachbarn, gleichzeitig sein Boss bei Stavanger Aftenblad, getippt.
Ungewöhnliche Ausbreitung
Die Funksignale beider Tastaturen sendeten auf der gleichen
Frequenz und störten sich somit gegenseitig. Was wundert, ist der
ungewöhnliche Ausbreitungsradius von 150 Metern. Wie
Sicherheitsexperten betonen, können sich über ungeschirmte Kabel die
Funksignale weiter als geplant ausbreiten.
Der Vorfall im DetailSie raten daher dringend davon ab, Funktastaturen zu verwenden. Eine Verschlüsselung sei nicht gegeben, Passwörter und Texte könnten mit einfachen Mitteln mitgeloggt werden.
