Straßenlaternen als Handymasten
In Großbritannien könnten Mobiltelefon-Sender mit niedriger Leistung schon demnächst in Laternenpfählen und normalen Telefonmasten versteckt werden
Der Infrastruktur-Bereich von British Telecommunications, BT Wholesale, testet die getarneten Handy-Sendemasten derzeit in Cardiff, Wales. Verlaufen die Tests erfolgreich, könnten ähnliche getarnte Masten auch in anderen Großstädten Großbritanniens eingeführt werden.
Initiativen gehen auf die Barrikaden
Auf heftigen Widerstand stoßen die Betreiber dabei von diversen
Initiativen, die schon jeher gegen Handymasten eintreten und dem
Verstecken der Sender keinen gesundheitlichen Vorteil abgewinnen
können. "Sie mögen vielleicht mit weniger Leistung arbeiten, aber
für uns ist jede Art von Sender einer zuviel," sagt ein Sprecher der
Gruppe MAST Sanity.
MAST SanityVerstärkung für stark frequentierte Gebiete
In Londen sind die Sender mit niedriger Leistung bereits auf öffentlichen Telefonzellen im Einsatz. Die Sender mit dem maximalen Output von sieben Watt haben zwar nur eine Reichweite von rund 100 Metern, sie können die Netzwerk-Dichte vor allem in stark frequentierten Gebieten jedoch wesentlich verstärken.
Die Mobilfunk-Betreiber könnten die zusätzlichen Sender auch für genauere Location-Based-Services einsetzen, der aktuelle Standort eines Nutzers wäre mit den neuen Basisstationen bis auf wenige Meter exakt bestimmbar.
Kärntner Unternehmen tarnt Masten als Tannenbäume
Eine unauffällige Lösung bietet die Kärntner Firma Pall
Engineering. Sie tarnt die Mobilfunk-Sendemasten einfach als
Tannenbäume. In der Schweiz, Holland, Slowenien und Österreich sind
bereits "Bäume" der Firma Pall in Betrieb.
Handymasten als Tannenbäume
