01.11.2002

NEVER ENDING

Bildquelle: PhotoDisc

MobilCom-Rettung dauert

Die Rettung des angeschlagenen Mobilfunkanbieters MobilCom zieht sich noch in die Länge.

Als wichtiger Punkt für einen Kompromiss galt die von MobilCom-Gründer und Großaktionär Schmid zugesagte Übertragung seines Aktienpakets auf einen Treuhänder. Dies hat er nun zugesichert.

Gerhard Schmid will seine Aktien nach Wochen des Zögerns nun doch an einen Treuhänder geben und so seinen Beitrag zur Rettung des Unternehmens leisten. Der Treuhändervertrag liege unterschriftsreif bei der Bundesregierung vor und könne umgehend unterschrieben werden, teilte Schmid heute in Büdelsdorf mit. Er warte lediglich auf das Einverständnis der übrigen Beteiligten im MobilCom-Konflikt, namentlich des von der Bundesregierung benannten Vermittlers Dieter Vogel.

Weitgehende Entschuldung

Als wesentliche Elemente des Rettungskonzepts zeichnen sich drei Säulen ab: Eine weitgehende Entschuldung des Unternehmens durch France Télécom, die Zuführung von Liquidität von rund 100 Millionen Euro durch staatliche Banken und der Abbau von fast der Hälfte der 5000 Arbeitsplätze.

Der Aufbau des UMTS-Netzes wird eingefroren; möglicherweise übernimmt Konkurrent E-Plus Teile der Anlagen als Ausglich für offene Forderungen in Millionenhöhe für einen Dienstleistungsvertrag. Die UMTS-Lizenz will MobilCom erhalten, um für Partner attraktiv zu bleiben, die zu geringen Kosten auf den deutschen UMTS-Markt vorstoßen wollen.