Microsoft verweigert Dividende
Nach dem Ende des Anti-Trust-Verfahrens gegen Microsoft [die futureZone berichtete], hoffte so mancher Aktionär des Konzerns bei der jährlichen Aktionärsversammlung am Dienstag auf einen persönlichen Gewinn für sich: eine Dividende.
Diese Forderung nach einer Zahlung an die Aktionäre oder aber einem anderen "Anreiz, die Aktie zu halten", wurde auch offen ausgesprochen. Die MS-Aktie wird derzeit nur etwa zur Hälfte jenes Preises gehandelt, den sie Ende 1999 an den Börsen hatte.
Doch die Teilhaber mussten mit leeren Taschen nach Hause gehen. Obwohl Microsoft über unvorstellbare Bargeldreserven von 40 Milliarden USD verfügt, verweigerte der Vorstand die Auszahlung einer Dividende.
Auch Lob von Companions
Doch es gab auch Lob für Steve Ballmer und Bill Gates. Einige
Aktionäre gratulierten ihnen zum erfolgreichen Handling des
Anti-Trust-Verfahrens.
Richterin stimmt Microsoft-Kompromiss zuDividenden-Njet von CFO
Viele Kleinaktionäre sind der Ansicht, dass in Redmond schlecht mit dem Geld umgegangen wird. Sie verweisen beispielsweise darauf, dass in den beiden letzten Geschäftsjahren allein im Telekom- und Kabel-Bereich Investitionen von neun Milliarden USD abgeschrieben werden mussten.
Doch CFO [Chief Financial Officer] John Connors informierte dahingehend, dass keine Pläne zur Einführung von Dividendenzahlungen bestünden. Das Unternehmen würde viel in Forschung und Entwicklung investieren und stünde mehreren Gerichtsverfahren gegenüber.
"Es wäre nicht angemessen, ein Langzeitprogramm, wie es Dividendenzahlungen sind, zu beginnen, solange das nicht ausgeräumt ist", sagte Connors.
Fünf Milliarden für R&D
Gates und Ballmer gingen in ihren Reden hauptsächlich auf die Neuerungen [MSN, Xbox, Xbox Live] ein und teilten mit, dass heuer Ausgaben von fünf Milliarden USD für Forschung und Entwicklung [Research & Development] geplant seien.
