01.11.2002

SPIEL & KRITIK

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Xbox im Christmas Pack

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft werden wieder Bundles geschnürt um Kaufanreize zu bieten.

Microsoft legt seiner Xbox-Spielekonsole nun zwei Spiele von Sega bei, "Jet Set Radio Future" [JSRF]und "Sega GT 2002" [SGT], und nennt das ganze "Sega Christmas Pack".

Das Bundle scheint sowohl die Generation der Eltern als auch den Nachwuchs ansprechen zu wollen.

JSRF ist eine Art Action-Adventure mit Racing-Elementen und war schon zum Launch der Xbox erhältlich, SGT ist ein klassischer Autoracer im Gran Turismo-Stil und seit September in den Regalen.

Sega GT 2002

Sega GT 2002 ist ein ausgereiftes Rennspiel in der Art von Gran Turismo 3 [GT3], bietet aber weniger Autos und Strecken. Der Spieler fängt mit einem Grundkapital an, dass nur für einen brustschwachen Boliden reicht, und muss damit Preisgelder erfahren.

Die Preisgelder können dann in Ersatzteile [neu und gebraucht], minimales Tuning, Wartung des Fahrzeuges, Dekorationen für die Garage oder ein neues Auto investiert werden. Insgesamt gibt es 100, vorwiegend asiatische, Modelle zur Auswahl.

Aufholjagd

Auch Soundmäßig kann man bei den Autos Unterschiede ausmachen, wobei nicht alle, trotz Dolby 5.1, angenehm klingen.

Gutes Fahrverhalten

Nicht alle Punkte, die ein Sieg einbringt, können auch behalten werden, jeder Schaden wird abgezogen. Je teurer das Modell desto teurer auch der Schaden. Sehen kann man die Schäden allerdings nicht.

Die Grafik ist angebracht, der ausführliche Replay-Modus zeigt interessante Facetten der Automodelle. Die K.I. des Spiels ist progressiv und fordernd.

Das Fahrverhalten der Autos ist realistisch und gut steuerbar. Richtiges Bremsen und Gas geben, das Beherrschen der Eigenheiten des Autos aber auch die richtige Bereifung und Tuning führen zum Erfolg.

Skaten und sprayen

JSRF ist ein einfaches, schnelles Action-Adventure mit Racing-Charakter. Der Spieler muss durch ein comicartiges Tokio skaten und dabei die Stadt mit Graffitis verzieren.

Doch nicht alle sind damit einverstanden. Andere Gangs, die Polizei und nutzlose Passanten versuchen dabei im Weg zu sein. Sie müssen entweder angesprayt oder für die eigene Seite überzeugt werden.

Die Grafik ist ungewöhnlich, doch mit Appeal. Obwohl an sich simpel gehalten, sind viele Details ausmachbar. Die Level sind weitläufig und ebenso einsehbar. Auffällig sind die wiederkehrenden Slow-Downs in der Grafik.

Simple Steuerung, eigene Dynamik

Die ansich einfache Steuerung bei JSFR ist gewöhungsbedürftig, da die Rollen ihre eigene Dynamik haben. Mit ein bisschen Übung gelingen auch Stunts in der Luft, das Grinden auf den Kanten und auch das Bremsen wird meisterbar.

Die 30 Musiktitel können in Dolby 5.1 abgespielt werden. Doch auch ohne Dolby tragen die Titel und der Kommentar von Professor K. zum Spiel bei.