31.10.2002

GADGET MAD

Bildquelle: ap

Billiardtraining per Laserpointer

Forscher der Aaborg-Universität in Dänemark haben einen interaktiven Billardtisch mit einer Laserpointer-Funktion konzipiert. Der "magische" Tisch weist auf den besten Stoß hin. Bei Bedarf gibt der virtuelle Coach "James" auch Trainingsstunden.

Der von Wissenschaftlern um Lars Bo Larsen entwickelte Billardtisch überwacht die Ballposition mit einer Kamera und schlägt via Laserpointer die Bahn des besten Stoßes vor. Anschließend wird dem Spieler gezeigt, warum z. B. ein Fehlstoß passierte.

Soll und Haben

Bei einer "James"-Trainingssitzung müssen Spieler die Kugeln auf bestimmten Stellen positionieren. Die Plätze werden durch von Laser gezogene Kreise angezeigt, und zwar für jeden Trainingsstoß, der getätigt wird.

Die Laserstrahlen sind dabei schnell genug, um beim Spieler die Illusion von skizzierenden Kreisen sowohl von der Ausgangsposition der Kugel als auch von den Linien, denen er folgen sollte, zu erwecken.

Nach dem Stoß skizziert der Laser die Bahn der Kugel und vergleicht diese mit jener, die der Spieler eigentlich verfolgen hätte sollen. Der laut Angaben der Entwickler "immer freundliche" James bewertet das Spiel.

Derzeit ist der virtuelle Trainer noch nicht programmiert, um über Fehler Witze zu machen. "Spieler finden es nicht unnatürlich, mit James zu sprechen", ergänzte Larsen. Billard-Profis sind vom "magischen Tisch" dennoch nicht beeindruckt. Unabhängig davon, wie gut das System die Stoßbahn analysiert, könnte einigen Spielern bei einer völlig falschen Haltung nie geholfen werden.