IFA: Weniger Besucher, mehr Aufträge
Die Internationale Funkausstellung [IFA] ist am Mittwoch in Berlin zu Ende gegangen, die Branche freut sich trotz Besucherrückgangs über Rekordumsätze.
Die Unterhaltungselektronik-Industrie freut sich über Aufträge in Milliardenhöhe. Das Ordervolumen bei der IFA habe in diesem Jahr die Vorjahresmarke von 2,5 Milliarden Euro überschritten, teilten die Veranstalter am Mittwoch zum Abschluss der weltweit größten Messe für Unterhaltungselektronik mit.
"Nur" 225.000 Besucher
Allerdings lockten Plasma-Fernseher und DVD-Recorder weniger Besucher als vor einem Jahr - rund 225.000 Personen kamen zum Messegelände, neun Prozent weniger als 2005.
Das Interesse ausländischer Fachbesucher stieg dagegen, ihr Anteil erhöhte sich auf 35 Prozent von 25 Prozent im Jahr zuvor.
Die IFA findet seit diesem September erstmals in jährlichem Rhythmus statt, bis 2005 war sie alle zwei Jahre gelaufen. Auf der diesjährigen Funkschau zeigten 1.049 Aussteller aus 32 Ländern ihre Neuheiten.
Im Mittelpunkt der Messe standen das hochauflösende Fernsehen HDTV, LCD- und Plasma-Flachbildschirme sowie der Kampf der DVD-Nachfolgeformate Blu-ray und HD-DVD.
Fokus auf Qualität und Service
Die Messe zeige, dass die Verbraucher auch nach dem Fußball-WM-Boom weiter an neuer Technik und Markenprodukten interessiert seien, erklärte der Vorsitzende des Fachverbands Consumer Electronics, Hans-Joachim Kamp, am Mittwoch.
"Entscheidend sind Qualität, Service und Wertbeständigkeit der Geräte", fügte er hinzu. Das habe sich in vielen Gesprächen mit IFA-Besuchern bestätigt.
(Reuters)
