28.10.2002

ÖSTERREICH

Bildquelle: fuZo

Elf Prozent haben Breitband

Elf Prozent der österreichischen Haushalte haben derzeit einen Breitband-Internet-Anschluss.

Österreich liegt damit im europäischen Vergleich im Mittelfeld. Bis 2005 wird sich dieser Anteil auf 18 bis 20 Prozent verdoppeln, der Bedarf wird sich in Spitzenzeiten von derzeit weniger als 25 Gigabyte sogar auf knapp 75 Gigabyte pro Sekunde verdreifachen.

Dies geht aus einer neuen Studie des Beratungsunternehmens Arthur D. Little über den österreichischen Breitbandmarkt hervor.

Schweden und Korea fördern Breitband

Der Grund für die unterschiedliche Durchdringung liege darin, dass in einigen Ländern - etwa in Schweden - Breitband-Internet von der Regierung gefördert werde, erläuterte der neue Leiter des Telekombereichs bei Arthur D. Little, Karim Taga.

In Korea beispielsweise habe auf Grund der dortigen Förderpolitik bereits jeder zweite Haushalt einen Breitband-Internet-Anschluss.

In Österreich, wo es keine derartigen Förderungen gebe, sei die Regierung gefordert, die Rahmenbedingungen für Breitband-Internet zu erleichtern, damit Österreich seine Position im europäischen Mittelfeld in den nächsten Jahren zumindest halten könne.

Weniger Wachstum für GPRS und WLAN

Für mobile Technologien wie GPRS oder für Wireless LAN sieht Taga nicht so große Wachstumschancen wie für Breitband-Internet. Die Handy-Technologien seien derzeit für die benötigten großen Datenmengen - etwa zehn Megabyte - zu begrenzt, außerdem seien die Datenformate nicht für Handys konzipiert. Erst mit UMTS werde in etwa fünf bis zehn Jahren "ein Quantensprung" passieren, ist Taga überzeugt.

Wireless LAN sei hingegen immer an lokale Hot-Spots gebunden, was nur eine punktuelle Nutzung erlaube.

In den kommenden Jahren erwartet Taga einen steigenden Wettbewerb im österreichischen Breitband-Internet-Bereich. Unter den österreichischen Glasfaser-Backbone-Anbietern werde auf Grund des bestehenden Überangebots hingegen eine Konsolidierung stattfinden.