Japans Chiphersteller reduzieren Verluste
Japans führende zwei Chip-Hersteller Toshiba und NEC haben ihre Nettoverluste im abgelaufenen Quartal deutlich verringert.
Trotz schrumpfender Umsätze bekräftigten die Konzerne ihre Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Die Restrukturierungen und Kostensenkungen zahlten sich nun aus, hieß es am Freitag zur Begründung.
Japans führende Chip- und Elektronik-Konzerne waren von der Informationstechnologie-Krise und verschärfter Konkurrenz aus dem Ausland stark getroffen worden. In den vergangenen anderthalb Jahren hatten die Unternehmen Zehntausende von Stellen gestrichen, Fabriken geschlossen und waren aus verlustträchtigen Geschäften ausgestiegen, um ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Die Restrukturierungsprogramme konzentrierten sich allerdings vornehmlich auf die Halbleiter-Aktivitäten, wo sich Umsätze und Ergebnisse allmählich wieder verbessern. Probleme bereiten nun vor allem noch die Bereiche Netzwerk-Ausrüstung, Mobiltelefone und Industriemaschinen.
Schwere Zeiten für Japans ElektronikriesenToshiba
Bei Toshiba, Japans größtem Chip-Produzenten, ging der Nettoverlust nach Firmenangaben im zweiten Geschäftsquartal auf 7,6 Milliarden Yen [rund 62,76 Millionen Euro] zurück. Der operative Gewinn lag mit 29,1 Milliarden Yen etwas höher als erwartet. Der Umsatz ging auf 1,35 Billionen Yen zurück.
Für das Geschäftsjahr 2002/2003 [bis Ende März] nahm Toshiba die Umsatzprognose auf 5,65 Billionen Yen zurück von bisher erwarteten 5,85 Billionen Yen. Trotzdem hält das Unternehmen an seinen Ergebniserwartungen fest. Demzufolge rechnet der Konzern weiterhin mit einem Nettogewinn von 23 Milliarden Yen und einem operativen Gewinn von 130 Milliarden Yen.
Toshiba hob allerdings seine Geschäftsziele für die Chipsparte an. Demnach soll dort 2002/2003 der operative Gewinn 53 Milliarden Yen und der Umsatz 810 Milliarden Yen betragen. Im April lautete die Prognose noch auf 30 Milliarden Yen beim operativen Gewinn und 755 Milliarden Yen beim Umsatz.
NEC
Japans größter Telekom-Ausrüster und zweitgrößter Chip-Hersteller NEC gab für das zweite Geschäftsquartal einen Konzern-Nettoverlust von 6,19 Milliarden Yen [rund 51 Millionen Euro] bekannt nach einem Minus von 30,73 Milliarden Yen im Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn legte auf 33,81 Milliarden Yen zu. Der Umsatz fiel hingegen um 14,2 Prozent auf 1,15 Billionen Yen.
NEC, Japans größter Hersteller von Personalcomputern und Handys, bekräftigte zugleich seine Ergebnisprognosen für das Geschäftsjahr 2002/2003. Demzufolge erwartet der Konzern einen Reingewinn von zehn Milliarden Yen und einen Umsatz von 4,84 Billionen Yen.
