Siemens kämpft um Handy-Markt in China
Nach einem schwierigen Jahr versucht Siemens, seine Position auf dem chinesischen Markt für Mobiltelefone wieder auszubauen. Das Unternehmen will seine Aktivitäten auf dem größten Handymarkt der Asien-Pazifik-Region weiter verstärken.
Das weltweite Siemens-Zentrum für die Entwicklung einfacher, billiger Mobiltelefone ist bereits nach Peking verlagert worden. Um Modetrends besser aufnehmen zu können, arbeitet ein eigenes Designbüro in Shanghai.
Über 40 Millionen Handy-Nutzer
Mehr als 40 Millionen Handy-Nutzer gibt es derzeit in China. Im
Jahr 2005 sollen es nach chinesischen Schätzungen 300 bis 350
Millionen sein. Das Reich der Mitte entwickelt sich laut Siemens zum
größten nationalen Telekommunikationsmarkt der Welt.
China als Handy-Wachstumsmarkt250 Modelle
Im harten Wettbewerb in China will Siemens nach Angaben von Peter Borger von Siemens Mobile in Shanghai in den nächsten zwölf Monaten mit neun neuen Modellen seinen Marktanteil von zehn auf zwölf Prozent steigern.
"Fashion ist heute gefragt", sagte Borger, der einräumte, dass Siemens - die Nummer drei auf dem Markt - mit neuen Produkten zu langsam gewesen sei. In China konkurrierten derzeit 250 Modelle um Kunden.
Die Produktion in dem Werk in Shanghai, das für China und den Weltmarkt herstellt, soll in diesem Jahr von 14 auf 15 Millionen gesteigert werden. Maximal könnten 17 Millionen produziert werden.
UMTS frühestens ab 2004
Mit der Einführung der UMTS-Standards rechnet Siemens in China
nicht vor 2004. Aber auch 2006 oder 2007 werde es noch nicht mehr
als eine Million UMTS-Telefone in China geben.
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