Hutchison startet UMTS in Italien
Hutchison Whampoa will als erster Mobilfunker mit UMTS in Italien starten. Am 4. November wird die italienische Hutchison-Tochter H3G ihr Mobilfunknetz in den Testbetrieb nehmen.
300 UMTS-Handys wurden dafür an führende Manager und hochrangige Industrielle verkauft oder verschenkt. Ab Jänner wird der Betrieb dann in größerem Ausmaß aufgenommen.
In Österreich, wo Hutchison ebenfalls eine UMTS-Lizenz erworben hat, ist der Start erst im zweiten Quartal 2003 geplant. In Italien hingegen stehen unterdessen sogar bereits die Tarife des neuen Dienstes fest.
Für 140 Euro im Monat inklusive Grundgebühr können Kunden ein UMTS-Telefon mieten, um sich mit dem neuen System anzufreunden. Wer sich ein UMTS-Telefon kauft, muss eine Monatsgebühr von 85 Euro zahlen. Das UMTS-Telefonat selbst kostet zwölf Cent die Minute, eine SMS-Kurzmitteilung 15 und eine E-Mail 18 Cent.
Mobilkom: Österreich soll UMTS-Vorreiter werdenEhrgeizige Pläne
H3G will bis Ende dieses Jahres 40 Prozent der italienischen Bevölkerung mit UMTS versorgen. Bis Ende 2003 soll eine Netzdeckung von 80 Prozent garantiert werden. Bis dahin erwartet H3G eine Million Kunden in Italien.
Der italienische UMTS-Markt bietet nach Ansicht Experten ein großes Wachstumspotenzial. Bis 2006 rechnen Marktforscher mit 16 Millionen UMTS-Kunden, der UMTS-Umsatz wird für 2006 auf 450 Mio. Euro geschätzt.
H3G wird jedoch mit der scharfen Konkurrenz der drei Rivalen TIM, Vodafone und Omnitel konfrontiert sein. Die drei Gesellschaften planen ebenfalls bis Anfang 2003 ihr Debüt auf dem italienischen UMTS-Markt.
