Kanadas Unis setzen auf Grid-Computing
Am 4. November wollen kanadische Wissenschaftler landesweit zahlreiche Rechner über das Internet zu einem Supercomputer zusammenschließen.
An dem Grid-Computing-Projekt der Universität von Alberta beteiligen sich Forschungseinrichtungen mit insgesamt einigen Tausend Geräten. Gemeinsam soll eine Aufgabe zur Erforschung chemischer Eigenschaften von Molekülstrukturen bewältigt werden.
Die derzeit den Chemikern zur Verfügung stehenden Computer würden für die Berechnung sechs Jahre benötigen. Von dem Grid-Computing-Projekt wird die Lösung an einem Tag erwartet.
Nach dem Netz soll das "Gitter" kommen"Mikroskope des neuen Jahrtausends"
Für die Wissenschaftler stellt die Nutzung der Grid-Technologie die einzige Möglichkeit zur Bewältigung solch rechenintensiver Aufgaben dar. "Computer sind die Mikroskope des neuen Jahrtausends", sagte Paul Lu, Professor an der Universität von Alberta.
Den kanadischen Universitäten stünden jedoch nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung, um Rechenzentren mit einer für die Grundlagenforschung notwendigen Leistung zu betreiben.
Das Projekt für verteiltes Rechnen kostete das Institut nur einen Bruchteil des Preises eines Großrechners. Die nötige Software entwickelten einige Studenten.
Die schwierigste Aufgabe bestand laut Lu darin, einen Termin zu finden, an dem alle beteiligten Forschungseinrichtungen gleichzeitig ihre Kapazitäten für die Berechnung zur Verfügung stellen konnten. In Zukunft soll das Grid an etwa drei Tagen im Monat für weitere Projekte zur Verfügung stehen.
