Kritik an Handymasten an Moscheen
An türkischen Moscheen ragen außer Minaretten immer mehr Mobilfunk-Sendemasten in den Himmel. Zugleich mehren sich die Proteste gegen die Benutzung der Gotteshäuser als "Basisstationen" der Mobilfunkbetreiber.
In der westtürkischen Stadt Bursa wurden am Mittwoch acht Menschen in Polizeigewahrsam genommen, die sich an einer Demonstration gegen die Errichtung einer solchen Station beteiligt hatten.
Auch in DE und IT verpönt
Nach heftigen Protesten seitens der Bevölkerung bleiben auch in
Italien und Deutschland die meisten Kirchtürme der "Kommunikation
zwischen Gott und den Gläubigen" vorbehalten und dürfen nicht zur
Montage von Mobilfunksendern verwendet werden.
Katholiken gegen Handymast-StrahlungJahresgebühr von 4.600 Euro
Auch in türkischen Zeitungen wird die Vermietung der Moscheen zu kommerziellen Zwecken zunehmend als "Skandal" und "Schande" kritisiert.
Für die Erlaubnis, Funkmasten an oder auf Moscheen zu betreiben, müssen die Mobilfunkbetreiber eine Jahresgebühr von 4.500 USD [4.600 Euro] bezahlen. Nach Angaben der staatlichen Behörde für religiöse Angelegenheiten sollen die Einnahmen für die Pflege und die Restaurierung der Bauwerke verwendet werden.
Kärntner Unternehmen tarnt Masten als Tannenbäume
Eine unauffällige Lösung bietet die Kärntner Firma Pall
Engineering. Sie tarnt die Mobilfunk-Sendemasten einfach als
Tannenbäume. In der Schweiz, Holland, Slowenien und Österreich sind
bereits "Bäume" der Firma Pall in Betrieb.
Handymasten als Tannenbäume
