23.10.2002

TÜRKEI

Bildquelle: PhotoDisc

Kritik an Handymasten an Moscheen

An türkischen Moscheen ragen außer Minaretten immer mehr Mobilfunk-Sendemasten in den Himmel. Zugleich mehren sich die Proteste gegen die Benutzung der Gotteshäuser als "Basisstationen" der Mobilfunkbetreiber.

In der westtürkischen Stadt Bursa wurden am Mittwoch acht Menschen in Polizeigewahrsam genommen, die sich an einer Demonstration gegen die Errichtung einer solchen Station beteiligt hatten.

Jahresgebühr von 4.600 Euro

Auch in türkischen Zeitungen wird die Vermietung der Moscheen zu kommerziellen Zwecken zunehmend als "Skandal" und "Schande" kritisiert.

Für die Erlaubnis, Funkmasten an oder auf Moscheen zu betreiben, müssen die Mobilfunkbetreiber eine Jahresgebühr von 4.500 USD [4.600 Euro] bezahlen. Nach Angaben der staatlichen Behörde für religiöse Angelegenheiten sollen die Einnahmen für die Pflege und die Restaurierung der Bauwerke verwendet werden.