Nachfrage nach IT-Fachkräften stagniert
Seit eineinhalb Jahren werden stetig weniger IT-Jobs ausgeschrieben. Im dritten Quartal 2002 stagniert die Nachfrage nach IT-Fachkräften in Österreich.
Nach einem Einbruch im Juli [minus 26 Prozent von Juni auf Juli] bewegen sich die Stellenangebote für IT-Jobs mit Ende September weiterhin auf dem schwachen Niveau vom zweiten Quartal.
Dies geht aus einer Analyse der Stellenangebote in den Tageszeitungen "Kurier", "Standard" und "Presse" hervor.
Nachfrage nach Vertrieblern stark gesunken
Zum ersten Mal sind nun auch die Jobs im Vertrieb von einem
massiven Einbruch betroffen. Vor allem die Nachfrage auf der unteren
und mittleren Ebene [Verkaufsberater, Mitarbeiter im Marketing,
Produktmanager] brach mit einem Minus von 35 Prozent gegenüber dem
Vorquartal stark ein, während das Angebot für Key Accounter stabil
blieb.
Vergleich mit zweitem Quartal 2002Wenig Jobs für Programmierer und Entwickler
Den kontinuierlichen Sinkflug fortgesetzt hat das Angebot für Programmierer und Entwickler: 76 Angebote bedeuten ein Minus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. [Im Vorjahr waren es noch durchschnittlich 300 Angebote pro Quartal.]
Nahezu eliminert hat sich dabei das Angebot für Entwickler in der Großrechner-Welt [von 19 Jobs im 1. Quartal auf nunmehr zwei]. Scharf fiel der Rückgang auch beim Angebot für Systemoperatoren [minus 69 Prozent, neun Angebote] und für Projektmanager [minus 55 Prozent, 17 Angebote] aus.
Eine Erholung auf relativ niedrigem Niveau zeigt die Nachfrage nach Netzwerk-Spezialisten [plus 56 Prozent, 50 Angebote].
Jobsuche via Internet im Vormarsch
Die Analyse der ausgeschrieben IT-Jobs in den Printmedien kann die derzeitige Arbeitsmarktsituation sicher nur tendenziell wiedergeben, da sowohl immer mehr Jobsuchende als auch Personalrecruiter bei ihrer Suche auf das Internet setzen.
Stellenausschreibungen werden meist auf der Unternehmens-Homepage und auf externen Karriereportalen ausgeschrieben.
Laut einer Studie des Personaldienstleisters TMP Worldwide, Betreiber des Jobportals monster.de, gehen bereits rund 30 Prozent aller Bewerbungen online ein.
60 Prozent davon sind E-Mail-Bewerbungen, die einen relativ hohen Bearbeitungsaufwand haben. Demnach erleichtern vorgegebene Formulare den Unternehmen die Sichtung der eingelangten Bewerbungen deutlich.
