Atombatterie liefert jahrzehntelang Strom
Winzige Batterien, die ihre Energie aus radioaktiven Isotopen beziehen, könnten künftig Mikromessgeräte oder Herzschrittmacher mindestens fünfzig Jahre lang mit Strom versorgen.
Wissenschaftler der Cornell-Universität in Ithaca/New York haben nun eine solche Atombattiere entwickelt.
Prototyp noch zwei Zentimeter groß
Der Prototyp ist zwar noch mehr als zwei Zentimeter lang, doch
könne die Atombatterie auf weniger als einen Millimeter verkleinert
werden, versichern die Forscher.
Cornell-UniversitätRadioaktives Nickel 63 als Energiequelle
Energiequelle ist das radioaktive Material Nickel 63, das bei seinem Zerfall Elektronen abstrahlt. Ein Kupferstreifen fängt diese geladenen Teilchen ein und lädt sich dabei negativ auf. Das Zerfallsprodukt des Nickels hingegen ist positiv geladen, da es Elektronen abgegeben hat.
Da sich Plus und Minus anziehen, wird der Kupferstreifen zum Nickelmaterial gezogen. Bei ihrer Berührung entladen sich die beiden Metalle und der Kupferstreifen schwingt in seine Ausgangslage zurück. Dort fängt er wieder neue Elektronen ein und der Vorgang beginnt von neuem.
Der hin und her schwingende Kupferstreifen kann so jahrzehntelang Strom erzeugen. Das Material hat eine Halbwertszeit von über hundert Jahren.
Selbst im menschlichen Körper einsetzbar
Gefährlich sei das eingesetzte radioaktive Material selbst bei
medizinischen Anwendungen im menschlichen Körper nicht, da sich die
abgegebene Elektronenstrahlung leicht abschirmen lässt und im
menschlichen Organismus keinen Schaden anrichten kann.
Weg frei für Chip-Implantate
