China ordert IT aus den USA
Telekommunikationsausrüster aus den USA haben Lieferverträge im Wert von 1,2 Milliarden USD aus China erhalten.
So wird Lucent Technologies Technik für den Ausbau von Mobilfunknetzen mit einem finanziellen Volumen von 400 Millionen USD an China United Telecommunications, den zweitgrößten Netzbetreiber des asiatischen Landes, liefern.
In zehn Provinzen sollen so fünf Millionen Nutzer drahtlose Anbindungen ans Internet erhalten, berichtet die US-Tageszeitung "Wall Street Journal" in ihrer heutigen Ausgabe. Auch bei Motorola orderte das Mobilfunkunternehmen Ausrüstung im Wert von 446 Millionen USD.
In China werden derzeit 185 Millionen Handys benutzt. Verglichen mit der Population von 1,3 Milliarden ist dies allerdings immer noch wenig - der potenzielle Markt ist gewaltig. Sehr beliebt sind SMS-Nachrichten: Bis Jahresende sollen in China rund 50 Milliarden SMS verschickt worden sein, das sind drei Mal mehr als im Vorjahr.
Riesennachfrage nach Handys in ChinaChina United hatte in diesem Jahr Datendienste im Mobilfunknetz auf Basis des CDMA-Standards gestartet. Bisher nutzen fünf Millionen Kunden die drahtlosen Internet-Zugänge. Die Zahl soll bis zum Jahresende auf sieben Millionen steigen.
Der Abschluss der Großaufträge vor dem am Dienstag beginnenden Besuch des chinesischen Staatschefs, Jiang Zemin, in den USA wird als Zeichen einer weiteren Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Staaten bewertet.
Weitere Lieferungen könnten zukünftig zu einer wichtigen Stütze für den angeschlagenen Sektor werden. Die Telekommunikationsausrüster mussten in den letzten Monaten massive Umsatzeinbrüche und Verluste hinnehmen.
