20.10.2002

15.-17. 11.

Bildquelle: RE

Roboter als Cocktailmixer

In rund drei Wochen wird in Wien zum vierten mal eine bislang einzigartige Robotik-Veranstaltung über die Bühne gehen:

Die "Roboexotica" versteht sich als "Plattform an einer sehr speziellen Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft" und soll die Entwicklung von Cocktail-Robotern voranbringen.

Triebfeder ist dabei, dass es zwar "unzählige Anwendungen für Roboter und wohl genauso viele Arten von Robotern gibt", diese aber "eher selten im Alltag und in Interaktion mit dem Endbenutzer anzutreffen" sind.

Langfristiges Ziel der Veranstaltung ist "die Bereicherung der Alltagskultur durch Roboter, die einen derart hohes Level an Behutsamkeit erreicht haben, dass man davon ausgehen kann, dass die eingesetzte Technologie eine ist, die in Harmonie mit dem Menschen existiert und seinem Wohlbefinden dient, anstatt ihn zu verdrängen und durch Bedienerunfreundlichkeit zu verärgern".

Programm und Wettbewerb

Die Roboexotica soll sich dem Thema in der Theorie sowohl technisch als auch künstlerisch durch eine Ausstellung, Vorträge und Performances nähern.

Praktisch sollen die automatischen Bararbeiter beim "Annual Cocktail Robot Awards 4.0" zum Einsatz kommen. Hier wird in verschiedenen Kategorien [Servieren und Mischen von Cocktails, Bar-Konversation und Anzünden von Zigarren/Zigaretten] eine konkrete und möglichst praxisnahe Entwicklung ausgezeichnet.

Fraunhofer Institut nimmt teil

Dass auf der Veranstaltung trotz eines unkonventionellen Ansatzes und einigen besonders "unwissenschaftlichen" Elementen durchaus auch ernstzunehmende Technologie zu sehen sein wird, zeigt unter anderem die angekündigte Teilnahme des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung [IPA].

Das IPA wird auf der Roboexotica die Entwicklungsfortschritte ihres Haushalts-Roboters "Care-o-Bot" präsentieren. Dieser soll laut seinen Entwicklern alte Menschen künftig im Haushalt unterstützen und ihnen ermöglichen, länger selbstständig in den eigenen vier Wänden zu wohnen.