Mobile Rechner für Österreichs Polizei
In einem Feldversuch testet die österreichische Polizei bis Jahresende den Einsatz von mobilen Rechnern, die Zugriff auf verschiedenste Datenbanken ermöglichen - im Auto und zu Fuß.
Die Polizei soll mit neuen technischen Hilfsmitteln mobiler werden: Das "Flatbook" und ein Pocket-PC sollen der Polizei künftig den mobilen Zugriff auf Fahndungsabfragen und polizeilich relevante Informationssammlungen ermöglichen.
Die mobilen Rechner wurden am Freitag in Kufstein von Innenministerin Liese Prokop [ÖVP] präsentiert und sollen im Rahmen eines Pilotversuches in allen Bundesländern getestet werden.
"Flatbook" für den Streifenwagen
Das "Flatbook" [Car-PC] wird im Streifenwagen eingesetzt und stellt einen vollwertigen BAKS [internes Bürokommunikationssystem]-Arbeitsplatz dar.
Über das "Flatbook" ist der Zugriff auf das Fahndungssystem EKIS, die ARGUS-Urkundeninformation, das Zentrale Melderegister, das Waffenregister, das Zentrale Vereinsregister und die Führerschein-Evidenz möglich.
PDA im Fußstreifendienst
Der "VPA", ein Handheld, ist zur Verwendung im Streifenwagen und auch für den Einsatz im Fußstreifendienst vorgesehen und bietet Zugriff auf die Personen- und Kfz-Fahndung, die ARGUS-Urkundeninformation, das Führerscheinregister und weitere Informationssammlungen.
Zudem steht auf dem VPA im Streifenwagen ein Navigationssystem zur Verfügung.
Kosten: 6.000 Euro pro Fahrzeug
Die Kosten für das "mobile Büroautomations- und Kommunikationssystem" [mBAKS] belaufen sich laut Innenministerium auf 6.000 Euro pro Fahrzeug.
"Durch die Möglichkeit des Zugriffes auf die angeführten Datensammlungen abseits der Dienststellen bricht für die Exekutive in Österreich eine neue Ära an", erklärte Prokop.
Die höhere Informationsverfügbarkeit an Ort und Stelle verspreche eine merkliche Steigerung der Effizienz des polizeilichen Einschreitens.
(APA)
