DT verhandelt mit Infineon-Chef
Auf der Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom [DT] ist jetzt auch der Name des Infineon-Chefs Ulrich Schumacher ins Gespräch gebracht worden.
Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" führen der Interimschef der DT, Helmuth Sihler, und Aufsichtsratschef Hans-Dietrich Winkhaus seit einigen Wochen intensive Verhandlungen mit Schumacher.
Schumacher einer von drei externen Kandidaten
Unter Berufung auf Mitglieder des Kontrollgremiums schreibt der
"Spiegel", Schumacher solle einer von drei externen Kandidaten für
den Posten des DT-Chefs sein, die dem Aufsichtsratspräsidium
vorschlagen werden. Es sei jedoch völlig offen, ob Schumacher auf
die Avancen der Telekom überhaupt eingehe.
Ulrich SchumacherKritik an schleppender Kandidatensuche
Unterdessen wächst die Kritik an der schleppenden Kandidatensuche, die von ständigen Spekulationen und Dementis begleitet wird.
So hatte Sihler intern versichert, dass mit keinem der in der Öffentlichkeit gehandelten Kandidaten überhaupt gesprochen worden sei. Namen wie Ex-VW-Chef Ferdinand Piëch, Post-Chef Klaus Zumwinkel, Ex-Bertelsmann-Lenker Thomas Middelhoff oder Ex-BDI-Chef Hans-Olaf Henkel seien somit völlig aus der Luft gegriffen.
Tatsächlich jedoch können einige Manager sogar schriftliche Gesprächseinladungen von Aufsichtsrats-Chef Winkhaus vorweisen.
Gespräche mit möglichen Kandidaten Anfang November
abgeschlossen
Der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Dietrich Winkhaus gab vor einer
Woche bekannt, dass er zusammen mit Übergangschef Helmut Sihler
derzeit intensive Gespräche mit Kandidaten für das Amt führe. Diese
sollten bis Ende Oktober oder Anfang November abgeschlossen sein.
Vor Dezember sei damit nicht mit einer Vorstellung des neuen
Vorstandsvorsitzenden zu rechnen.
Neuer DT-Chef erst im Dezember
