Eine Million Haushalte online
Eine Million der 3,3 Millionen österreichischen Haushalte besitzen mittlerweile einen Zugang zum Internet.
Das Wachstum ist aber in den vergangenen zehn Monaten eingebremst worden - der Anteil der Internet-Haushalte ist in diesem Zeitraum nur noch um zwei Prozentpunkte auf 31 Prozent gewachsen. Im Jahr davor hatte der Zuwachs noch zehn Prozentpunkte betragen.
Andere Ergebnisse als Nielsen
Das ergaben die jüngsten Erhebungen in einer Umfrageserie des
Linzer Meinungsforschungsinstitutes "Spectra". Damit weicht die
Umfrage von anderen Studien, wie etwa dem Nielsen NetRating, leicht
ab. Nielsen sah im März 2002 mehr als 35 Prozent der Haushalte im
Netz.
Details zur Nielsen-StudieJunge Leute ab Maturaniveau überrepräsentiert
Über einen Internet-Anschluss im eigenen Haushalt verfügen in erster Linie junge Leute mit Matura- beziehungsweise Universitätsniveau, von ihnen sind rund 50 Prozent privat im Netz.
Am Arbeitsplatz besteht für 27 Prozent ein Zugang zum Internet. 20 Prozent nutzen diese Möglichkeit auch tatsächlich. Auch hier ist der Zuwachs seit dem November 2001 mit zwei Prozentpunkten nicht besonders groß.
E-Mail vorne
Die Nutzung der Online-Verbindungen ist nach wie vor von
informationsorientierten Anwendungen wie dem Versenden und Empfangen
von E-Mails, allgemeinem Surfen und Informationssuche zu bestimmten
Themen geprägt.
SpectraE-Commerce boomt
Doch E-Commerce wird auch zu einem nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor: Laut Umfrage führen 35 Prozent der Österreicher Online-Bankgeschäfte durch, 24 Prozent kaufen im Internet ein und 20 Prozent buchen Reisen und Hotels.
Trotz eingebremstem Anschaffungsboom bei Internet-Zugängen - die Meinungsforscher vermuten als Ursache das etwas gedämpfte private Konsumklima - ist ein weiteres Wachstum absehbar: Vier Prozent der Haushalte haben "bestimmt" vor, sich in den nächsten zwölf Monaten einen Internet-Anschluss zuzulegen, 16 Prozent "vielleicht".
