23.10.2002

BOOM

Bildquelle: APA / ORF.at

Die Zukunft der SMS

Der SMS-Boom nimmt kein Ende: Was als vernachlässigtes Feature Anfang der Neunziger begann, hat sich mittlerweile zu einem veritablen Umsatzträger für Mobilfunkfirmen gewandelt.

Nachdem die wichtigste Kenngröße für Mobilfunkbetreiber, der durchschnittliche Umsatz pro Kunde, seit einiger Zeit nahezu konstant bleibt, ist man ständig auf der Suche nach neuen Applikationen.

Bis 2005 wird die Zahl der Handybenutzer um 50 Prozent auf 1,5 Milliarden wachsen.

Stets den Erfolg von SMS vor Augen, wird versucht, einen ähnlichen Impact mit neuen Produkten zu erreichen. Was liegt also näher, als ein bekanntes Element [SMS] mit einem Buzzword [Multimedia] zu verbinden.

Textnachrichten bis zu 4.000 Zeichen

Darüber hinaus können reine Textnachrichten mit bis zu 4.000 Zeichen versandt werden.

Dennoch sind die Erwartungen eher verhalten. Das Marktforschungsunternehmen Forrester rechnet für Österreich mit 845.000 regelmäßigen MMS-Usern 2004, 2,1 Millionen 2005 und 2,7 Millionen 2006. Die Anzahl der versendeten MMS pro Monat soll von 2004 bis 2006 von 1,7 auf 13,5 Millionen steigen.

UMTS-Aufbau dauert

Denn die UMTS-Konkurrenz liegt noch in weiter Ferne: Selbst bei voll ausgebautem Netz dauert es noch Jahre, bis GSM an Bedeutung verliert. UMTS wird bewusst als zusätzliches Netz, nicht aber als Ersatz für das herkömmliche, reibungslos funktionierende GSM-Netz gesehen.

Neben den Schwierigkeiten des engmaschigen Netzausbaus kommt bei UMTS noch hinzu, dass passende Endgeräte rar sind. Darüber hinaus gestaltet sich das Upgrade bei UMTS [technisch WCDMA] schwieriger als etwa in den USA, wo problemlos von CDMA auf CDMA2000 aufgerüstet werden kann.

Text bleibt, Kürzel ändern sich

In der einen oder anderen Form werden Textnachrichten mehrere kommende Standards überleben. Text - sei es Brief, E-Mail, Dokument, SMS oder MMS - bleibt eine Killerapplikation. Zusammen mit dem mobilen Faktor, der durch Handys ins Spiel gebracht wird, werden SMS plus diverse Nachfolger aus der Handywelt nicht mehr wegzudenken sein.