Bell Labs steigert UMTS-Übertragungsrate
Die Bell Labs haben zwei Chip-Prototypen entwickelt, die Handys einen sieben Mal schnelleren Zugriff auf das Internet erlauben sollen als bisher theoretisch möglich war.
Die beiden Chips beruhen auf der BLAST-Technologie [Bell Labs Layered Space-Time] und sollen eine theoretische Übertragungsgeschwindigkeit von 19,2 Mbps ermöglichen. Die gegenwärtige 3G-Technolgie erlaubt theoretisch einen Höchstwert von 2,5 Mbps.
Einsatz in tragbaren Geräten
Nach Darstellung der Bell Labs eignen sich die zwei Chips, einer
für den Empfang des Signals und der andere für das Decodieren, wegen
ihrer geringen Größe und ihrem niedrigen Stromverbrauch für den
Einsatz in tragbaren Geräten.
LucentDatenstrom als parallele "Sub-Streams"
BLAST benutzt mehrere Antennen am Empfangsgerät und der Basisstation.
Die Technologie nutzt den Umstand, dass Funksignale in der Regel nicht direkt vom Sender zum Empfänger übertragen werden, sondern auf ihrem Weg mehrmals reflektiert und gestreut werden. Bisher wurde die Ansicht vertreten, dass für einen guten Empfang mehrere Sender daher unterschiedliche Frequenzbänder benutzen müssen, ansonsten wird die Interferenz zwischen den Sendern zu stark.
Bei BLAST nutzen dagegen mehrere Sender die selbe Frequenz. Der Datenstrom wird dabei in mehreren parallelen "Sub-Streams" oder Kanälen übertragen. Beim Empfänger wird wiederum jeder der Sub-Streams von einer eigenen Antenne empfangen. Damit wird das vorgegebene Frequenzband effizienter ausgenutzt, wobei die Übertragungsleistung grob in Proportion mit der Anzahl der Antennen wachsen soll.
Höhere Übertragungsraten
Nach Angaben von Lucent ist das System besonders für
3G-Netzbetreiber interessant. In Kombination mit der bestehenden
Infrastruktur werden so höhere Übertragungsraten bei größeren
Benutzerzahlen als bisher ermöglicht. Lucent will das System in
Lizenz an Hersteller von Netzwerk-Infrastruktur und Mobilfunkgeräten
vergeben.
3G-Telefonat an GSM-Netz übergeben
