16.10.2002

DEUTSCHLAND

Netz keine Bedrohung für Zeitungen

Die Krise bei den Printmedien in Deutschland ist nach Einschätzung der Verlage in erster Linie ein vorübergehendes Problem:

"Die Zeitungen waren in den vergangenen Jahren in ihrer Anzeigenentwicklung immer ein Spiegelbild der konjunkturellen Verhältnisse", sagte Hans Gasser, Geschäftsführer bei der "Süddeutschen Zeitung", am Mittwoch auf den Medientagen in München.

Keine Angst vor dem Netz

Das Internet hat für die Verlage mittlerweile etwas an Bedrohung verloren. Strukturell gefährdet seien bei den Zeitungen möglicherweise die Bereiche Stellen-, Auto- und Immobilienanzeigen, sagte Gasser.

Die Zeitungen müssten ihre Print-Anzeigenmärkte mit eigenen Online-Plattformen verknüpfen. Ansonsten aber gelte: "Wir glauben, dass das Internet der SZ nicht Leser und Käufer weggenommen, sondern eher zugeführt hat."