Notebooks sollen länger autonom arbeiten
Intel hat auf seinem Developerforum [IDF] in Taipeh eine Industrie-Initiative zur Steigerung der Ausdauer von Notebook-Akkus ins Leben gerufen.
Die "Mobile PC Extended Battery Life Working Group" soll allgemeine Probleme bei der Stromversorgung von Notebooks lösen und Intel-basierten PCs Betriebszeiten von acht bis zwölf Stunden ermöglichen. Die ersten Ergebnisse erwartet Intel nach eigenen Angaben für 2004.
Mitte September hatte Intel auf dem IDF seine neue Konzernstrategie vorgestellt. Der Chiphersteller will sich vermehrt um den IT-Hoffnungsmarkt WLAN bemühen.
Mitten in einem schwachen PC-Markt hofft Intel, dass sich drahtloses Netzwerken zur neuen "Killerapp" entwickelt und hilft, die Umsätze nach oben zu treiben. Intel konnte seinen Gewinn im dritten Quartal deutlich steigern, enttäuschte aber dennoch die Erwartungen von Analysten.
Intel goes WirelessHohen Wachstumsprognosen für WLAN
Laut einer Studie von Gartner Dataquest soll der Absatz von Wireless-LAN-Geräten in diesem Jahr weltweit um 73 Prozent steigen, der Umsatz wird sich um 26 Prozent erhöhen.
Während im Jahr 2000 erst neun Prozent der Notebooks über einen Funknetzzugang verfügten, werden es im nächsten Jahr laut Gartner bereits 50 Prozent sein. Bis zum Jahr 2007 erwarten die Analysten sogar eine Marktdurchdringung von 90 Prozent.
Die Mitglieder der Initiative sollen sich laut Intel gemeinsam mit Problemen und Herausforderungen beschäftigen, wie zum Beispiel den rechtlichen und umweltabhängigen Bedenken bei der Akzeptanz neuer, energiefreundlicher Technologien und Stromquellen.
Acer, Dell, Fujitsu-Siemens
Die Arbeitsgruppe wird unter anderem von Notebook-Herstellern wie
Acer, Dell, Fujitsu Siemens, Hewlett-Packard oder Toshiba
unterstützt. Auch Lieferanten von Einzelkomponenten wie Displays,
Grafikkarten oder Motherboards nehmen an der Initiative teil. So
sind LG Electronics, Asustek und Samsung ebenfalls in der
Arbeitsgruppe vertreten.
Intel Developer Forum ConferenceEinsatz von Brennstoffzellen
Die Forschungstätigkeit soll sich zunächst mit dem Einsatz von Brennstoffzellen und Display-Subsystemen beschäftigen. Daneben werden Benutzermodelle für den ganztägigen Einsatz mobiler PCs erarbeitet, die bei der Entwicklung von Benchmarks für Notebooks helfen sollen.
Bei Desktop-Computern will Intel mit Industriegrößen wie Sony und Microsoft zusammenarbeiten, um den so genannten "Extended wireless PC" zu entwickeln, der mit TV-Geräten, Stereoanlagen und anderen elektronischen Geräten drahtlos kommuniziert. Erste Samples sollen Ende des Jahres auf den Markt kommen.
