16.10.2002

GADGET-MAD

Bildquelle: BBC

Gerät soll Baby-Schreie übersetzen

Nachdem in Japan bereits Geräte auf dem Markt sind, die Hundegebell übersetzen sollen, hat sich ein Spanier nun eines anderen Verständigungsproblems angenommen. Sein neues Gadget soll gestressten Eltern dabei helfen, ihre weinenden Babys besser zu verstehen.

Das Gerät in der Größe eines Taschenrechners wird mit Batterien betrieben und soll die Schreie von Kleinkindern deuten können. Ein Mikrochip überwacht Lautstärke, Muster und Intervalle der Schreie und soll so feststellen, ob das Kind müde oder hungrig ist oder sich unwohl fühlt.

Symbol zeigt Stimmung an

Binnen Sekunden leuchtet eines von fünf verschiedenen Symbolen auf dem Gerät auf und zeigt besorgten Eltern, was dem Baby fehlt.

Schreie von 100 Babys analysiert

Das Gerät mit dem Namen "Why Cry" wurde von dem spanischen Elektrotechniker Pedro Monagas entwickelt. "Mein eigener Sohn Alex weinte einfach ständig. Nach unzähligen Nächten ohne Schlaf beschloss ich, einen Weg zu finden, zu verstehen was er mir sagen wollte", sagt Monagas.

Monagas verbrachte im Zuge seiner dreijährigen Forschung viel Zeit auf Säuglingsstationen, um die Schreie von circa 100 Babys zu analysieren.

Sein Gerät, das eine Genauigkeit von 98 Prozent aufweisen soll, sieht er als Segen für alle Eltern. "Es hilft uns, die Kinder zu verstehen und darauf angemessen zu reagieren", erklärt Monagas.

In spanischen Apotheken um 95 Euro

"Why Cry" kann den Eltern zwar nicht das Wasser reichen, doch ein lukratives Geschäft mit dem neuen Heul-Dolmetscher scheint trotzdem sicher. Um "auf Nummer sicher" zu gehen, statten bestimmt genügend besorgte Mütter und Väter ihre Babysitter mit dem Gerät aus.

"Why Cry" soll ab Ende Oktober in spanischen Apotheken um 95 Euro erhältlich sein.