15.10.2002

SNAIL-MAIL

Bildquelle: PhotoDisc

EU testet Postdienste mit Minisendern

Mit 80.000 in Briefen versteckten Minisendern will ein EU-Projekt die Postdienste in den Mitgliedsländern testen, berichtet der "Kurier" in seiner Mittwoch-Ausgabe.

Den Zuschlag für die am Dienstag gestartete, drei Jahre dauernde Studie über Post-Zustellzeiten erhielt nach einer EU-weiten Ausschreibung das Wiener Institut Info Research.

30.000 Test-Briefsendungen pro Jahr

In den kommenden drei Jahren werden Montag bis Freitag Testsendungen auf 81 Routen durch das Land verschickt. In 80 Prozent dieser Testbriefe ist der elf Gramm leichte Sender versteckt. Er registriert die Sortiermaschinen, aber auch die Liegezeit der Sendung.

Pro Jahr sollen 30.000 Briefsendungen in fünf verschiedenen Gewichtsklassen durch Österreich geschickt werden.

150 Personen und Firmen wurden für das Projekt als Briefabsender und Empfänger engagiert. Für die Post selbst sind die Sendungen nicht zu identifizieren.

Post aus AT ist am schnellsten in DE, CH und DK

Die International Post Corporation [IPC] führt seit 1994 ein unabhängiges Messungsprogramm [UNEX-System] durch.

Dabei zeigt sich, dass noch erhebliche Unterschiede zwischen einigen Universaldienstanbietern festzustellen sind.

Eine Briefsendung aus Österreich erreicht im Durchschnitt in 1,9 Tagen die Schweiz, Deutschland und Dänemark. Am längsten braucht die Post mit durchschnittlich 3,3 Tagen nach Griechenland.

Nimmt man alle europäischen Postdienste zusammen, betrug die durchschnittliche Laufzeit 2001 rechnerisch 2,3 Tage. 92 Prozent aller Sendungen erreichten binnen dreier Tage ihr Ziel.