200 Linzer haben Powerline
In Linz surfen nach rund zwei Monaten Probebetrieb die ersten 200 User per "Internet aus der Steckdose". Bis Ende 2002 sollen es laut Betreiber Linz AG 1.000 User werden.
Derzeit könnten bis zu 6.000 Haushalte in Linz Internet aus der Steckdose nutzen, bis Ende 2002 sollen es rund 11.000 sein. In den nächsten fünf Jahren sollen rund 30.000 Endkunden an die Powerline-Technologie angeschlossen werden.
Rund sieben Mio. Euro werden laut Vorstandsvorsitzendem Josef Stockinger bis 2006 in den Ausbau investiert werden. Bis dahin will man auch 14.000 bis 15.000 Kunden dazugewinnen.
Man wolle bundesweit Energieversorger als Kunden gewinnen, so Linz-AG-Vorstandsvorsitzender Stockinger, der bereits großes Interesse ortet. Den Break Even wolle man laut Stockinger in drei Jahren erreichen.
Linz AGZahlreiche Ausstiege aus Powerline
In der letzten Zeit hat Internet aus der Steckdose vermehrt Rückschläge erleiden müssen. Zuletzt hat der deutsche Energieriese RWE seine Aktivitäten per 30. September beendet. Neben technischen Problemen mit dem Modem der Schweizer Firma Ascom wurden mangelnde Kapazitäten in zusammenhängenden Frequenzbereichen als Gründe genannt.
Bei bisherigen Powerline-Versuchen kam es immer wieder zu Störungen und Interferenzen. Zudem ist immer noch unklar, ob sich der Datenverkehr über die Steckdose bei einer echten Massenanwendung bewähren könnte.
Anwendung könnte Powerline dafür bei Computernetzwerken in Häusern und Wohnungen finden. Der bayrische Kommunikationstechnik-Spezialist Kraftcom hat ein Produkt namens PowerNET auf den Markt gebracht, mit dem LANas über bestehende normale Stromkabel [230V] realisiert werden können.
Anwendung im Inhouse-Bereich
Das Gerät wird mittels Ethernet-Kabels mit dem Computer
einerseits und mit einer beliebigen Steckdose andererseits
verbunden. Will man das heimische Netzwerk mit dem Internet
verbinden, schließt man das Gerät einfach an eine Steckdose und an
ein Kabelmodem oder einen DSL-Router an. Auch WLAN-Accesspoints
können so in das Netzwerk integriert werden.
Internet aus der Steckdose hat Zukunft
