Siemens-Chef rechtfertigt Stellenabbau
Siemens-Chef Heinrich von Pierer hat die harte Kritik der Gewerkschaften am drastischen Stellenabbau bei Deutschlands größtem Elektrokonzern zurückgewiesen.
Bisher sei der Konzern praktisch ohne betriebsbedingte Kündigungen ausgekommen, sagte Pierer der "Süddeutschen Zeitung".
Auch in Zukunft seien Kündigungen das letzte Mittel, zu dem Siemens greifen werde. Das Unternehmen habe eine ganze Palette von Instrumenten eingesetzt, um den Stellenabbau abzufedern
Siemens hatte seit Frühjahr 2001 schrittweise den Abbau von weltweit rund 35.000 Arbeitsplätzen angekündigt. Gut die Hälfte davon ist bereits umgesetzt. In der vergangenen Woche demonstrierten bundesweit mehrere tausend Siemens-Beschäftigte gegen den Stellenabbau. Vor allem die IG Metall übte scharfe Kritik.
35.000 sind für Siemens "keine Massen"Anpassungen unumgänglich
Anpassungen sind laut Pierer unumgänglich. "Wenn wir einen riesigen Kostenblock haben und keinen Umsatz mehr, dann können wir doch nicht einfach abwarten", sagte er mit Blick auf die defizitäre Netzwerksparte ICN.
Auch das nächste Jahr werde schwierig. Siemens müsse in all seinen Teilen gesund sein. "Sonst ist das Unternehmen nicht lebensfähig."
