14.10.2002

VON PIERER

Siemens-Chef rechtfertigt Stellenabbau

Siemens-Chef Heinrich von Pierer hat die harte Kritik der Gewerkschaften am drastischen Stellenabbau bei Deutschlands größtem Elektrokonzern zurückgewiesen.

Bisher sei der Konzern praktisch ohne betriebsbedingte Kündigungen ausgekommen, sagte Pierer der "Süddeutschen Zeitung".

Auch in Zukunft seien Kündigungen das letzte Mittel, zu dem Siemens greifen werde. Das Unternehmen habe eine ganze Palette von Instrumenten eingesetzt, um den Stellenabbau abzufedern

Anpassungen unumgänglich

Anpassungen sind laut Pierer unumgänglich. "Wenn wir einen riesigen Kostenblock haben und keinen Umsatz mehr, dann können wir doch nicht einfach abwarten", sagte er mit Blick auf die defizitäre Netzwerksparte ICN.

Auch das nächste Jahr werde schwierig. Siemens müsse in all seinen Teilen gesund sein. "Sonst ist das Unternehmen nicht lebensfähig."