Reinhold Messner "befremdet" über Spam
Der bislang unbekannte Versender der Spam-Mails, die stets die Namen prominenter Personen tragen, treibt im laufenden Wahlkampf wieder sein Unwesen.
Nachdem in der Vergangenheit unter anderen die Namen des Finanzministers und des Bundeskanzlers verwendet worden waren, war zuletzt der Bundespräsident dran. Vergangene Woche traf es schließlich den Südtiroler Europaparlamentarier Reinhold Messner.
Mit einer Aussendung distanziert sich der "Grenzgänger, Autor, Bergbauer" [Eigendefinition] von den unerwünschten E-Mails: "Mit großem Befremden habe ich zur Kenntnis genommen, dass ein mir unbekannter Verein, der sich "Demokratische Bewegung's Partei" nennt, einen Brief mit meiner Unterschrift, was durch den Gebrauch von E-Mail besonders einfach war, in Umlauf gebracht hat, den ich weder gesehen und schon gar nicht abgesegnet habe."
Messner ist Mitglied der grünen EU-Fraktion
"Es liegt mir bei dieser Gelegenheit am Herzen, klarzustellen,
dass ich für die Wahlen, die am 24. November stattfinden, jene
Partei unterstütze, die für eine ökologisch ausgerichtete
Reformpolitik in Österreich steht, und der ich einen Wahlerfolg
wünsche [...]: Die Grünen."
Die offizielle Reinhold-Messner-HomepageBewegung distanziert sich auch
Im Telefonat mit der futureZone bezeichnete sich der Parteivorsitzende der "Bewegung", Rainer Dechet, als "Opfer".
Man distanziere sich ausdrücklich von den Mails und habe bereits Anzeige erstattet. Die "Bewegung" versuche auf redliche Weise, die für ein Antreten zu den Nationalratswahlen notwendigen Unterstützungserklärungen zu sammeln.
Die Spur führt diesmal nicht nach Brasilien, sondern zu einem Server eines chinesischen Providers. Welche Schritte die österreichischen Behörden nach den verschiedenen politischen Spam-Wellen bislang gesetzt haben, ist unklar.
