TA-Aktienpaket wird direkt verkauft
Der Börsengang zum Ausstieg der Telecom Italia [TI] aus der Telekom Austria [TA] scheint abgesagt.
Bis zu 15 Prozent ihres Anteils an der TA wolle TI jetzt direkt an institutionelle Investoren verkaufen, berichtet die Zeitung "Der Standard" in ihrer Wochenendausgabe.
Die Ausgabe weiterer Publikumsaktien sei angesichts der weltweiten Talfahrt der Börsen nicht sinnvoll, Aufwand und Erlös stünden in keiner Relation, heißt es weiter.
Die Preisfrage
An Stelle des Teilverkauf des 29,8-Prozent-Aktienpakets, das die TI an der TA hält, an der Börse sei ein so genanntes "private placement", also der Verkauf kleinerer Anteilspakete an institutionelle Investoren, geplant. "Das geht schnell, es kann an einem Nachmittag abgeschlossen sein", zitiert die Zeitung Unternehmenskreise.
Die ÖIAG, die 47,2 Prozent an der TA hält, könne dabei nicht mitziehen, hieß es. Sie dürfe vor Herbst 2003 von ihrem Anteil nur maximal fünf Prozent abgeben, da die TI Vorrang habe.
Der Zeitpunkt für den Verkauf - TI wolle um maximal 15 Prozent reduzieren - sei zwar nicht optimal. Ein Preis von sieben bis 7,5 Euro pro Aktie sei aber erzielbar, hofft man in Unternehmenskreisen in Mailand. Schließlich liefere die TA gute Zahlen, führe den Branchenindex an und liege bei der Restrukturierung über Plan.
Kein Dementi
TI-Konzernchef Marco Trochetti Provera bestätigte laut Zeitung, dass TI mit ihren TA-Anteilen nichts unternehmen werde, was den Markt bewege. Er dementierte aber nicht, dass TI einen Teil seiner Anteile im Rahmen eines p"rivate placements" verkaufen könne.

