12.10.2002

E. COLI

Bildquelle: University of the West of England

Essensreste treiben Haushaltsgeräte an

Brennstoffzellen, die mit Essensresten laufen, könnten nach Ansicht von britischen Forschern schon bald kleinere Haushaltsgeräte mit Strom versorgen.

Schon öfter versuchten Forscher mikrobische Brennstoffzellen zu entwickeln, doch bisher waren die Ergebnisse äußerst unbefriedigend und die Produktionskosten viel zu kostspielig. Chris Melhuish und sein Team von der University of the West of England in Bristol haben nun ein einfacheres Brennstoffzellen-Modell entwickelt, dessen Produktion nur etwa 10 Pfund [16 Euro] kosten soll.

40-Watt-Glühbirne läuft acht Stunden lang

Zur Zeit läuft die Brennstoffzelle noch mit Zuckerwürfeln, die diese keinerlei Abfallprodukte hinterlassen, doch als nächstes soll das Gerät mit Karotten gefüttert werden. "Es muss mit rohen Materialen laufen, nicht mit vorher aufbereitetem Brennstoff," sagt Melhuish.

Im Inneren der Walkman-großen Brennstoffzelle, produziert ein Stamm von E. coli-Bakterien Enzyme, die Kohlehydrate verarbeiten und dabei Wasserstoff-Atome freisetzen. Die Zelle beinhaltet außerdem Chemikalien, die eine Serie von Redoxreaktionen auslöst und somit Elektrizität erzeugt.

Wäre eine Reihe von Zellen miteinander in Serie verbunden, könnten sie kleine Elektrogeräte versorgen. Mit 50 Gramm Zucker soll eine 40-Watt-Glühbirne acht Stunden lang am Leuchten gehalten werden können.